Husqvarna-Museum: Von Kettensägen und Fleischwölfen

Wo viel Wald ist, sind auch Sägen und andere technische Hilfsmittel zur Holzbearbeitung nicht weit. Technik-Begeisterte werden daher auch im Naturparadies Schweden fündig, wenn sie das „Husqvarna-Museum“ bei Jönköping besuchen: Die Sammlungen zeigen hochwertige Geräte und Gebrauchsgegenstände des traditionsreichen Maschinenbau-Unternehmens, die zum Teil bis ins 17. Jahrhundert zurückgehen: von der Flinte bis zur Fräse, vom Außenbordmotor bis zur Akku-Säge, vom Mixer bis zum Mäh-Roboter. Das Museum wird vom Heimatverein Huskvarna betrieben und liegt im gleichnamigen Ort, der inzwischen mit Jönköping zusammengewachsen ist.

Von der monströsen Forstmaschine bis hin zur handlichen Kettensäge zeigt die Ausstellung anschaulich, welche Geräte in der schwedischen Wald- und Holzwirtschaft zum Einsatz kamen. Es werden aber auch andere Produktgruppen des bis heute renommierten Herstellers gezeigt, etwa Jagdwaffen, Bootsmotoren, Mopeds, Fahrräder, Rasenmäher, Nähmaschinen und Haushaltsgeräte. 300 Jahre Geschichte einer Marke und einer Fabrik sind in den umfangreichen Magazinen dokumentiert. Herkunftsbescheinigungen oder Anfragen für Forschungszwecke beantwortet das Museum gegen eine geringe Gebühr.

Die Besucher erhalten in Huskvarna auch Einblicke in die Gießerei des Werks, die heute eine der modernsten Europas ist. Kuriosa für den Laien gibt es zur Genüge in der 1970 stillgelegten Maschinenwerkstatt: Hier wird die Herstellung von automatischen Fleischwölfen dokumentiert oder auch gezeigt, wie man früher Schrotflinten baute.

Weitere Infos zu dem ganzjährig geöffneten Technik-Museum unter => husqvarnamuseum.se/en/home/

 

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