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Hildegard Sakerwalla: Dazugehören

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dazugehören buchtitelHildegard Sakerwalla, geboren 1941, wuchs in der streng katholischen zwölfköpfigen Familie Kettelhoit in Langenberg bei Velbert auf. Nach den eindrücklich geschilderten Kindheitsjahren in der von Armut und konservativen Werten geprägten Nachkriegszeit wagt sie mit 19 den Aufbruch nach Schweden, wo sie bis heute lebt.

Es beginnt ein langer Prozess des Ankommens im schwedischen „Volksheim“ der 60er und 70er Jahre. Ein Weg, der sie vom Hausmädchen bis zum Juraexamen und in leitende Verwaltungsstellungen führt. Doch schon recht früh wird ein dritter Kulturkreis prägend: Mit ihrem indischen Mann hat Hildegard Sakerwalla zwei Kinder. Die Schilderungen ihrer Indienreisen und der allmählichen Entfremdung von ihrem Mann, die Zeit von Emanzipation und Karriere, von prägenden Liebesbeziehungen und Freundschaften lassen bei aller Unverwechselbarkeit der individuellen Biographie immer wieder die Suche nach dem „Dazugehören“ als universale Lebenserfahrung miterlebbar und mitfühlbar werden. So gelingt es der Autorin, beim Lesenden ganz automatisch die Frage nach der eigenen Biographie, dem eigenen Leitmotiv, dem eigenen „Wer bin ich“ auszulösen.

Diese spannende Biografie einer „ganz normalen Frau“ ist nicht nur für jene interessant, die auf der Suche sind oder mit dem Gedanken des Auswanders spielen.

Hummelhain Verlag, 260 Seiten

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