Gävlebock – So soll er den Winter überstehen

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Gehört zu den bedrohten Arten: der Weihnachtsbock in Gävle. Foto: Christian Gidlöf.

Gehört zu den bedrohten Arten: der Weihnachtsbock in Gävle. Foto: Christian Gidlöf.

Er hat’s nicht leicht, der Gävlebock. Alle Jahre wieder zur Adventszeit ziert die Statue aus Stroh den zentralen Platz im schwedischen Gävle. Und alle Jahre wieder versuchen lokale Feuerteufel, der Weihnachtstradition einen Streich zu spielen: Der Julbock wird unerlaubt angezündet und geht in den meisten Fällen in Flammen auf. Darum setzen die Stadtverantwortlichen nun ein intelligentes Kamerasystem ein, dass früh vor Brandstiftungsversuchen warnen soll. Für die Überwachung des Bocks wurde eigens eine Security-Firma engagiert. Wie bei einer modernen Alarmanlage werden Bewegungssignale an eine Schaltzentrale gesendet. So könne man schneller reagieren, wenn jemand unbefugt am Bock hantiert.

Die Kameraüberwachung ist nicht neu, hat es in den vergangenen Jahren doch ähnliche Maßnahmen mit Webcams und Wachpersonal gegeben. Trotzdem konnte die Brandstiftung nie vollständig verhindert werden. Auch der Übergang zu impregnierten Stroh hat die hohe „Erfolgsquote“ der Brandstifter nicht wesentlich beeinflußt. Das Phänomen um den Gävlebock lässt alljährlich die internationalen Wettbüros jubeln, denn es gibt tatsächlich Leute, die Geld darauf setzen, ob das Stroh-Kunstwerk brennt oder nicht…

Weitere Infos mit Jahrestabelle (!) der Gävlebock-Brände im schwedischen => Wikipedia.

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