Foto: Susanne Wahlström, imagebank.sweden.se.

Fettisdagen (den feta tisdagen, d.h. fetter Dienstag) – der Tag vor Aschermittwoch. An diesem Tag wurde früher noch einmal richtig gut gegessen, bevor die bis Ostern währende Fastenzeit begann, die heute noch aus anderen Ländern bekannt ist. Übrig geblieben ist von diesem Brauch heute nur noch das Verzehren eines mit einer grossen Portion Mandelmasse und Schlagsahne gefüllten Brötchens.

Im Süden Schwedens wird es „fastlagsbulle“ genannt, das mittelschwedische Wort „semla“ setzt sich jedoch immer mehr durch. Es ist abgeleitet vom deutschen Wort Semmel (Brötchen aus feinem Weizenmehl). Der Teig wird mit Kardamom gewürzt, ein bei vielen Schweden beliebtes Gewürz.

Zur semla trinkt man traditionell Milch (heute zunehmend Kaffee). Dann ist man wirklich satt…

Vom König Adolf Fredrik wird behauptet, dass er 1771 starb, weil er sein schon opulentes Mahl mit einigen semlor abgerundet hatte. Heute bieten Konditoreien und Supermärkte bereits Anfang Januar die ersten semlor an.

(Autor: Astrid Deppert)

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