Einsturz im Bergwerk Kiruna

Unter Tage werden die Schächte durch Netze und Beton verstärkt. Foto: Fredric Alm, LKAB

Unter Tage werden die Schächte durch Netze und Beton verstärkt. Foto: Fredric Alm, LKAB

In der Eisenerzgrube von Kiruna hat es in einem der Schächte einen Einsturz gegeben. In 1137 Metern Tiefe ging ein Teil des Berges ab, wobei nach bisherigen Angaben niemand zu Schaden kam. Als Grund wird derzeit eine „seismische Aktivität“ angegeben, die lokal mit 1,7 auf der Richterskala gemessen wurde. Erdstöße im Berg geschehen in regelmäßigem Abständen, aufgrund von Sprengungen und immer tieferen Schürfungen. Wie nun ein Teil des Schachtes einstürzen konnte, wird derzeit untersucht.

Über 500 Menschen befanden sich während des Einsturzes am frühen Morgen in der Grube. Drei Angestellte arbeiteten nach Angaben des Betreiberkonzerns nahe der Einsturzstelle und wurden von Rettungskräften aufgesucht und medizinisch versorgt. Kurze Zeit später wurde Entwarnung gegeben, dass niemand verletzt sei.  Das Ausmaß der Schäden in der Eisenerzgrube kann noch nicht überblickt werden, ebenso wenig, ob künftig weitere Sicherheitsmaßnahmen vonnöten sind.

Die Eisenerzgrube in Kiruna im äußersten Norden Schwedens wird vom Bergbauunternehmen LKBA („Luossavaara-Kiirunavaara Aktiebolag“) betrieben. Sie gilt als größtes Bergwerk ihrer Art und ist somit wichtigster Lieferant für schwedisches Eisenerz überhaupt. Wegen der foranschreitenden Grubenaktivität wurde sogar ein kompletter Umzug der Stadt Kiruna geplant, der sukzessive voranschreitet.

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