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Das weltbeste Mikroskop steht in Linköping

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Wie ein Ufo liegt das Ångström-Gebäude auf dem Campus Valla. Foto: Akademiskahus

Zwischen begrüntem Backstein, flachen Riegelgebäuden und einer klotzigen, modernen Universitäts-Bibliothek sticht er klar heraus: ein kreisrunder „Donut“ aus Metall! Auf dem Campus Valla der Universität Linköping hat das metallische Ångström-Gebäude einen prominenten Platz. Nicht nur architektonisch, sondern aus Forschersicht, ist der Bau interessant: Hier verbirgt sich das schärfste Rasterelektronenmikroskop der Welt!

Tatsächlich ist das Ångströmhuset ein speziell errichtetes Forschungsmilieu für das empfindliche Mikroskop, das seinerseits den schönen Namen „Arwen“ trägt. Die technische Ausrüstung von Arwen muss völlig vibationsfrei stehen und vor elektromagnetischen Feldern geschützt werdem. Daher ist der umgebende Bau mit Titan-Platten verstärkt. Direkt im Untergrund verankert und mit 30 cm dicken Betonwänden, ist das Ångströmhuset der perfekte „Faradaysche Käfig“.  Gebaut wurde es u.a. aus Stiftungsmitteln.

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Elektronenmikroskop

Hinter Titan-Wänden ist das empfindliche „Arwen“-Mikroskop untergebracht. Foto: Cecilia Larsson Lantz, Imagebank Sweden.

Doch die auffallende Architektur soll auch die Innovation und den Forschergeist spiegeln: Die Uni Linköping glänzt durch hochtechnologische Forschung auf den Gebieten Material, Medizin sowie Physik und Chemie. Im „Donut“-Labor mit seinen verdrehten Wänden und geneigtem Dach werden unter anderem Halbleiter untersucht und neue Werkstoffe entwickelt.  Auch die Forschung rund um Nanopartikel und Quantenmechanik hat in dem Ufo-ähnlichen Bau seinen Platz.

Wissenschaftler aus aller Welt kommen nach Linköping, um das unvergleichlich scharfe Rasterelektronenmikroskop zu nutzen. Wer Experimente durchführen will, kann sich direkt an die Fakultät wenden. Gebäude und Ausrüstung sind seit 2011 in Betrieb und in staatlicher Hand.

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