Das Krebsfest („Kräftskiva“)

Brauchtum

Kein eigentlicher Feiertag, vielmehr eine jahreszeitliche Tradition ist das Krebsessen Ende August. Das Fest „Kräftskiva“ findet dann statt, wenn es frische Krebse zu kaufen gibt. Das Fest beruht auf dem Umstand, das die Bauern früher stets im August fette Krebse aus ihren Gewässern angeln konnten und damit den Speiseplan bereicherten. Noch heute isst man gern gekochte Krebse im kräftigen Dillsud, wobei die meisten Tiere inzwischen importiert werden. Kulinarisch ist die „kräftskiva“ ein einfaches Vergnügen, denn zum Krebsfleisch wird meist nur Brot, Käse und reichlich Schnaps verzehrt.

Das traditionelle Krebsessen ist eine Art Lebewohl an den Sommer. Bereits im 16. Jahrhundert wurden in Schweden vor allem vom Bürgertum Krebse gegessen, bis das Krebsfest schließlich im 20. Jahrhundert zu einem Volksfest in allen Gesellschaftskreisen wurde. Als Folge der Krebspest und um Überfischung zu vermeiden, war die Fangzeit per Gesetz lange Zeit auf August und September beschränkt. Obwohl es heutzutage in schwedischen Geschäften zwar das ganze Jahr über importierte Krebse zu kaufen gibt, halten die meisten Schweden an der Tradition fest, das Krebsfest im August zu begehen. Die, natürlich am liebsten schwedischen, Krebse werden dann in Salzwasser mit reichlich Dillspitzen gekocht und schließlich, mit Käse und Brot als Beilagen, in geselliger Runde verzehrt.

(Mitautorin: Mariana Röhring)

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