Brände und Krawall im Stockholmer Vorort Husby

Der Stockholmer Vorort Husby wird bereits seit zwei Nächten von Ausschreitungen und Krawallen erschüttert. In dem von vielen Einwandererfamilien bewohnten Viertel steckten Jugendliche Autos in Brand und schmissen Glasscheiben ein. Kritisch wurde es bereits in der Nacht zum Montag, als ein Parkgarage brannte. Daraufhin musste ein vierstöckiges Wohnhaus komplett evakuiert werden. Die Polizei wurde bei ihrer Ankunft mit Steinen beworfen, – insgesamt sechs Beamte wurden bisher verletzt. Die Sicherheitskräfte befürchten, dass sich die Krawalle nun auch auf andere Vororte ausweiten. Eine Schätzung ging von rund 300 randalierenden Leuten aus – vom Kindesalter bis hin zu Erwachsenen.

Über den Grund der Krawalle wird derzeit nur spekuliert. Ein konkreter Anlass könnte ein Polizeieinsatz in Husby vorige Woche gewesen sein. Bereits in den Vorjahren waren die Sommermonate oft „heiß“ für Polizei und Sicherheitskräfte in schwedischen Ballungsräumen. Während der Durchschnittsschwede oft wochenlang in den Urlaub fährt, beginnen sozial benachteligte Jugendliche damit, Blödsinn zu machen – häufig aus Frust und Langeweile. Entsprechende Meldungen hat es letztes Jahr auch aus Göteborg und Malmö gegeben.

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