Wohlduftender Trompetenpfifferling – ein Verwandter des Pfifferlings

Wohlduftender Trompetenpfifferling, trumpetsvamp

Wohlduftender Trompetenpfifferling – wächst gerne in Gesellschaft. Foto: privat

Der wohlduftende Trompetenpfifferling (Cantharellus lutescens), den die Schweden einfach trumpetsvamp nennen, ist ein Verwandter des Pfifferlings, der es mindestens ebenso verdient hat gefunden und verspeist zu werden wie der klassische Pfifferling.

 

In Deutschland ist er außerhalb von Naturschutzgebieten selten geworden, in Schweden hat man eher Glück, ihn zu finden. Er liebt einen feuchten bis nassen Waldboden und lässt sich gerne an den mit dicken Moospolstern besetzten Rändern von Bächen und Sümpfen nieder, dort wo man nur mit Gummistiefeln unterwegs sein sollte. Auf Gotland, wo er häufiger anzutreffen ist, wächst er auch auf Flechten unter Kiefern. Er tritt, dort wo er sich angesiedelt hat, in großen Mengen auf. Ihn zu entdecken ist allerdings nicht ganz einfach. Sein graubrauner, welliger bis ausgefranster Hut sieht dem zu dieser Jahreszeit schon leicht angemoderten Laub von oben zum Verwechseln ähnlich. Man erkennt ihn am ehesten mit etwas Abstand an seinem leutenden Fuß.

Typische Merkmale

Typisch ist sein meist leuchtend orangefarbener und hohler Fuß; manchmal fehlt aber Pigment, dann kann der Fuß auch hellgelb bis grauschwarz sein. Der Hut hat in der Mitte eine Vertiefung, die in den hohlen Fuß ausläuft. Anfangs ist der Hut eher rund und nach innen gewölbt, bei älteren Exemplaren nimmt er eine krause und etwas ausgefranste Form an. Seine Zeit ist der Herbst, von Ende August bis zum Frost.

Von Larven wird er zwar weniger angegriffen, dafür finden Elche ihn recht schmackhaft.

Verarbeitung

Der Pilz lässt sich hervorragend trocknen und dann in Schraubgläsern aufbewahren. Später kann er einfach in die Suppe/Soße geworfen und eine Weile mitgekocht werden. Sofort hat man ein sehr leckeres Pilzgericht.

Der leuchtend gelbe Fuß unterscheidet ihn gut vom normalen Trompetenpfifferling. Foto: privat

Der leuchtend gelbe Fuß unterscheidet ihn gut vom normalen Trompetenpfifferling. Foto: privat

Verwechslungspilze

Verwechseln kann man in vor allem mit dem Trompetenpfifferling (der auch Herbstpfifferling genannt wird) – schwedisch trattkantarell. Kein Problem, denn dieser Pilz ist ebenfalls ein leckerer Speisepilz. Die beiden Pilze sehen sich auf Abbildungen sehr ähnlich. In natura sind sie leichter zu unterscheiden, zumal der Trompetenpfifferling bezüglich seines Standorts viel weniger wählerisch ist. Allerdings braucht auch er sehr viel Feuchtigkeit. 2013 war ein recht trockener Herbst, es gab fast keine Trompetenpfifferlinge. Dieses Jahr sieht recht viel versprechend.

Trotzdem – bitte nur Pilze sammeln, bei denen man 100% sicher ist. Kein Pilz ist es wert, sein Leben oder seine Gesundheit und die seiner Familie aufs Spiel zu setzen.

Trompetenpfifferling, trumpetsvamp

Links wohlduftender Trompetenpfifferling, rechts Trompetenpfifferling. Foto: privat

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Autor(in): Angelika – angelika@schulze-uebersetzungen.eu

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