Västervik – und ewig lockt die Ostsee

Am Hafen in Västervik

„Perle“ der schwedischen Ostküste und Ausgangspunkt für einen gelungenen Skärgårds-Urlaub ist Västervik im Kalmar län. Der pittoreske Hafen und traditionelle Fischerhäuser geben der Stadt ihr Gesicht. Doch wer heute die roten „Båtsmannsstugor“ betreten will, muss bisweilen den Kopf einziehen. Die gut erhaltenen Gebäude wurden im 18. Jahrhundert für die Arbeiter der „Tjust Båtsmanskompani“ errichtet und werden heute als „vandrarhem“ geführt. Ein stimmungsvolles Gartenkaffee bietet den Übernachtungsgästen Frühstück und Erfrischungen.

Auf einem Streifzug durch Västervik begegnet man aber auch prächtigen Herrenhäusern und alten Bauernhöfen, die touristisch und kulturell genutzt werden. Der „Wimmerströmska gården“ – eine herrschaftliche Villa aus dem 18. Jahrhundert – zeigt etwa eine beeindruckende Sammlung antiker Möbel, Haushaltsgegenstände, Porzellan und Tapisserien. Im großbäuerlichen „Aspagården“, dem ältesten erhaltenen Gebäude der Stadt, haben Kunsthandwerker eine neue Heimat gefunden und bieten kreative Keramik sowie einen Einblick in ihre Ateliers.

"Wunder-Kerzen"

Begibt man sich über den Slottholmsvägen auf die vorgelagerte Halbinsel Gränso präsentiert sich das gleichnamige Schloss mit seiner Kerzenmanufaktur. Die „Ljusstöperi“ bietet neben handgezogenen und -verzierten Kerzen auch vielarmige Lichterkränze zum Aufstellen ohne Kerzenhalter. Ein Besuch des liebevoll dekorierten Kerzenhauses ist somit ein geradezu „erleuchtender“ Moment bei einem Besuch in Västervik.

Quellhinweis Bilder: wikimedia.commons, Gränsö slott

Autor(in): Katja Singer – katja-singer@gmx.de

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