Skalunda Hög

Skalunda Hög

Skalunda Hög

Skalunda war eine kleine Kirchengemeinde, die auf der Halbinsel Kålland liegt, welche von Süden in den Vänern hineinragt. Diese Siedlung war im Mittelalter ein regionales Zentrum. Darauf verweist auch der monumentale Grabhügel „Skalunda Hög“, denn diese Ruhestätte ist eine der größten, die in Schweden gefunden wurde. Mit einem Durchmesser von 65 Metern und einer Höhe von sieben Metern zeugt er von Macht und Reichtum der Verstorbenen. Es ist unumstritten, dass hier eine Königsfamilie beerdigt worden sein muss.

Im Jahre 1994 wurde dieser Erdwall mit einem geologischen Radar und einem Erdbohrer untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass das Grab aus dem 8. Jahrhundert stammt und das eigentliche Grab unter einem großen Haufen Steinblöcke und Soden, also Stücke von Grasbewuchs mit Wurzelballen, liegt.

Skalunda Hög

Skalunda Hög

 

Neben dem Grab befindet sich ein Richterring, also ein Steinkreis in dem sich weitere Gräber befinden.

Direkt neben dieser Grabstelle wurde in der Mitte des 12. Jahrhunderts eine Steinkirche errichtet, welche vermutlich eine alte Kirche aus Holz ersetzte. Ebenso befand sich hier im Mittelalter ein Königshof. Die Gemeinde Skalunda war ein Zentrum für die Verwaltung der heranwachsenden Königsmacht.

Autorin: Sandra Benthien – sandra_benthien@freenet.de

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