Schwedenfinnische Literatur

„Sprache ist keine Heimat, man nimmt Sprache ja mit in ein anderes Land“
(Herta Müller)

Antti Jalava kam mit 10 Jahren nach Stockholm und musste in der Schule plötzlich eine andere Sprache sprechen, musste lernen, sich an eine andere Kultur anzupassen. Dieses Thema behandelt er unter anderem in seinem Buch „Jag har inte bett att få komma“ (”Ich habe nicht darum gebeten herzukommen“), für welches er den Jugend-Literatur-Preis bekam. Es beschreibt das Schicksal eines Jungen, der mit seiner Familie von Finnland nach Schweden ziehen musste.

Asko Sahlberg hingegen entschied mit 33 Jahren selbst nach Schweden zu ziehen. Er war zuvor Redakteur bei einer finnischen Zeitung. Bekannt wurde er durch sein Buch „Stimme der Dunkelheit“, für das er auch den Kalevi-Jäntti-Preis erhielt.

Die beiden Autoren sind Beispiele für zwei verschiedene Auswanderergenerationen, die versuchen einen Teil ihrer Identität, ihrer Kultur mit in ihre neue Heimat mitzubringen. Die schwedenfinnische Literatur ist die Literatur einer Minderheit, die versucht, sich auf dem schwedischen Buchmarkt zu etablieren. Ein Schritt in diese Richtung ist die schwedenfinnische Buchmesse, die allerdings 2010 das letzte Mal stattfand und der schwedenfinnische Buchhandel.

Autor(in): Lotte – charlotte.roggenbuck@t-online.de

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