Naturreservat Stendörren

Hängebrücken zu den Inseln Foto: wikimedia

Hängebrücken zu den Inseln
Foto: wikimedia

Das Naturreservat Stendörren liegt direkt an der Ostseeküste in der Provinz Södermannland, ungefähr 25 km von Nyköping entfernt. Ca. 900ha Küsten- und Schärenlandschaften gehören zum Naturreservat. Man findet dort auch ein Informationszentrum (Naturum Stendörren). Hier kann man wissenswertes über die Geologie des Gebietes und die Flora und Fauna erfahren. Es gibt heute in Schweden mittlerweile ca. 30 naturums von Abisko im Norden bis hin zu Stenshuvud im Süden.Hier im naturum kann man mehr über die  Entstehung und Entwicklung der Ostsee erfahren, sowie deren Bewohner. Hier haben seit Jahrhunderten Fischer-Bauern und Lotsen gelebt, über deren Leben man hier auch vieles erfahren kann. Es gibt hier u.a. eine Dauerausstellung sowie auch Themenausstellungen über das Naturreservat. Hier trifft man auch auf Guides, mit denen man  Fürungen durch das Reservat unternehmen kann. Die Landschaft rund um das Naturum wird von weidenden Schafen besiedelt und man findet weiterhin kleine Felder mit alten Getreidesorten oder Ackerpflanzen. Hier liegen  auch noch Boote, die zum Teil aus dem 19. Jahrhundert stammen und hiermit der Eindruck vermittelt wird, wie einst das Leben in den Schären aussah.

Die Öffnungszeiten des Naturums sind von Juni bis August täglich von 10-18 Uhr und im Mai und September nur Samstags und Sonntags von 10-18 Uhr. Wer mehr wissen möchte kann dies unter: www.naturumstendorren.se .

Ziel des Naturreservats ist es , die Naturwerte zu schützen und das Gelände entsprechend zu nutzen. Die kleinen Inseln, die sich in der Nähe des Festlandes befinden,  sind nur zu Fuß über Brücken und Stege zu erreichen. Teilweise erreicht man die Schären auch über Hängebrücken. Inseln die weiter vom Festland entfernt sind, erreicht man mit einem Boot. Es gibt ausgeschilderte Wanderwege von unterschiedlicher Länge mit kleinen gemütlichen Rastplätzen, die teilweise auch zum grillen einladen. Hier wurden die Plätze mit Holzvorräten, Mülltonen und Toiletten ausgestattet. Für schlechtes Wetter findet man auch einige Windschutzhütten. Einen schönen Rund- und Überblick über das Schärengebiet erhält man von einem kleinen Aussichtsturm, der sich auf einer Anhöhe befindet. Für Körperbehinderte wurde eigens ein spezieller Rundweg angelegt, falls man mit einem Boot ankommt, ist der Weg vom Anleger aus über eine Rampe zu erreichen.

Der Name „Stendörren“ wird erstmals im 13. Jahrhundert in der dänischen Fahrwasserbeschreibung „Navigato Danica“ erwähnt. Gemeint ist damit der schmalste Teil des Sunds: das Tor zum Meer oder in geschützes Fahrwasser hinein. Genau hier lag das Gasthaus Stendörren im 17. Jahrhundert. Das Gasthaus war damals für die Seemänner, die bei schlechtem Wetter hier bis zu 8 Tagen bleiben durften.

Das Reservat besteht aus altem Felsgrund, der ca. 1,8 Millionen Jahre alt ist und zum größten Teil aus rötlichem Gneis besteht. Man findet auch hier zahlreiche Spuren von dem Inlandseis, welches sich vo ca. 10.000 Jahren hierher zurückgezogen hat.

Im Naturreservat findet man teils noch unberührte Natur, wie Strandwiesen, Fichtenwälder und schroffe Felslandschaften. Die Ostsee ist hier stets präsent, da sie nie mehr als einen Steinwurf entfernt liegt.

Im Wald und auf den Felsen sowie den Wiesen findet man hier einen begrenzten Artenreichtum der Flora und Fauna , der für eine Küstenlandschaft typisch ist. Das hier anzutreffende Tierleben besteht zum größten Teil aus Seevögeln. Man trifft aber manchmal auch auf verschiedene Möwen. Manchmal hat man auch das Glück, einen Seeadler am Himmel segeln zu sehen. Weiterhin gibt es hier Elche, Dachse, Rehwild und anderes Kleintier. Man wird diese aber am Tage weniger zu Gesicht bekommen, dennoch kann man die Spuren im Reservat sehen.

 

 

Autor(in): Susanne S. – familieschneck@aol.com

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