„Mir bleibt keine andere Wahl“ – Raoul-Wallenberg-Ausstellung in Berlin

Als schwedischer Diplomat im besetzten Budapest rettete er 1944/45 zehntausenden ungarischen Juden das Leben, indem er ungewöhnliche Wege beschritt und handelte. Raoul Wallenbergs Mut und persönlicher Einsatz machen ihn zu einem Vorbild. Anlässlich seines 100. Geburtstags gibt es in rund 50 Ländern zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen, die das Leben und Wirken dieses außergewöhnlichen Menschen thematisieren. In Berlin wird vom 10. Oktober bis 11. November im Centrum Judaicum die Ausstellung „Mir bleibt keine andere Wahl“ gezeigt.

Die übersichtliche Ausstellung informiert kompakt über Raoul Wallenbergs Leben, historische Ereignisse und sein Wirken in Budapest. Interessant ist die Gestaltung der Ausstellung, denn die Texte und Fotos sind auf zusammenhängende Stoffbahnen gedruckt und inhaltlich in drei Teile gegliedert, wie eine Reise durch Wallenbergs Leben. In der Ausstellung sind auch einige wenige Originaldokumente abgedruckt, unter anderem ein Brief des 26-jährigen an seinen geliebten Großvater, der Einblick in Wallenbergs Persönlichkeit gibt, sowie die von Wallenberg ausgestellten schwedischen Schutzpässe, die ihren Inhabern Immunität verliehen und Schutz vor den Nationalsozialisten boten und damit letztendlich lebensrettend waren.

Die Ausstellung ist ein Einstieg in das Leben und Wirken Wallenbergs. Der zugehörige Flyer macht deutlich, dass es den Ausstellungsmachern auch um Fragen wie Zivilcourage, Toleranz und persönliche Verantwortung ging. Fragen, für die Wallenberg wie kein anderer steht. Damit wird auf Wallenbergs Bedeutung für die nachkommenden Generationen verwiesen. Wer nicht die Möglichkeit hat, die Ausstellung in Berlin zu besuchen, aber neugierig geworden ist, kann sich online auf einen virtuellen Rundgang mit der Kuratorin begeben.

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Wallenbergs ungeklärtes tragisches Ende, sein Verschwinden und Tod in sowjetischer Gefangenschaft, steht nicht im Mittelpunkt der Ausstellung. Um darüber mehr zu erfahren, bietet sich die kürzlich erschienene Biographie Wallenbergs von Bengt Jangfeldt an, für die der Autor in zahlreichen Archiven recherchiert hat. Auch der Spielfilm „Guten Abend, Herr Wallenberg“ mit Stellan Skarsgård aus dem Jahr 1990 ist eine Empfehlung an alle, die mehr über Raoul Wallenberg wissen möchten.

Zur Wanderausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen sowie einer deutsch-schwedischen Fachtagung an der Humboldt Universität in Berlin.

 

 

 

Autor(in): Caroline -skanskriva@gmail.co

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