Laleh – Schwedens Musikgeheimnis

In Schweden schon längst ein Star, will Laleh (La-ley gesprochen) nun auch die internationale Musikwelt erobern. Oftmals schon als gut behütetes Geheimnis Schwedens beschrieben, wurde in Deutschland gerade ihre erste Single Some die young veröffentlicht (30.08.2013). In Skandinavien wurden der Song und das dazugehörige Album Sjung bereits 12 Mal mit Platin ausgezeichnet, in Schweden sogar mit Doppelplatin.

Musik

Es ist gar nicht so einfach, die Musik von Laleh zu kategorisieren, so facettenreich präsentiert sich die junge Künstlerin. Singer-Songwriter-Pop trifft es dabei sicherlich noch am besten. Laleh singt primär auf Englisch, aber es finden sich auch immer wieder schwedische Titel auf ihren Alben. Dabei spiegeln sich die unterschiedlichen Einflüsse ihrer Herkunft auch in ihrer Musik wieder. Sie mischt unterschiedliche Richtungen und Sprachen, so das Lalehs Musik jedes Mal anders und neu, aber dennoch nach Laleh klingt. Und dabei schafft sie es dann auch noch, den eigentlich eher traurigen Zeilen von Some die young durch die Musik etwas positives und lebendiges entgegenzusetzen.

„It had to be uplifting. You know the feeling when you’re underwater and you go swim to the surface to find air. That’s the kind of desperation I was trying to capture. That’s why the lyrics might be sad, but the drums and the energy keep you from falling totally on the floor.“1

Cover der Laleh-Single Some Die Young

Laleh – Some Die Young (Universal Music)

Und dabei macht Laleh alles selbst: schreiben, einspielen, aufnehmen, produzieren und abmischen. Vielleicht ist das der Grund, warum ihre Musik so authentisch klingt. Sie selbst vergleicht diesen Prozess mit dem Malen eines Bildes. („I get to hold the brush, choose the colors and paint the pictures.“1) Und der Erfolg gibt ihr Recht, wie zahlreiche Preise und Grammi-Nominierungen/Auszeichnungen beweisen. Lalehs erste Single Live tomorrow ist der jemals am längsten gespielte Titel der P3-Radiocharts. Hinzu kommen sehr erfolgreiche Chart-Platzierungen, so dass man sich wirklich fragt, ob die Schweden Laleh lieber erstmal für sich behalten wollten…

Biografie

Ihre familiären Wurzeln hat Laleh im Iran. Über Aserbaidschan und Russland kam sie im Alter von neun Jahren als Flüchtling nach Schweden. Ihre Heimat fand Laleh letztendlich in der Musik, in der sie sich ihre eigene Welt schafft und ihre Lieder ihr den Weg weisen. Mit sechs fing sie an Gedichte und Songs zu kreieren, mit 13 lernte sie Gitarre und Klavier spielen. Schlagzeug und Saxophone brachte sie sich danach selbst bei. Beeinflusst wurde sie von Künstlern wie John Coltrane, Leonard Cohen, Billie Holiday, Cat Stevens, Prince, Stevie Wonder und ABBA.

Demnächst soll Lalehs Album Colors auch in Deutschland erscheinen (bis dato ist es hierzulande nur als Import erhältlich). Typisch Laleh ist auch dieses voller Gegensätze: verspielt und reif zugleich, im Wechsel zwischen traurig und fröhlich. So wie Laleh selbst sich auch sieht. Und wenn es ein Bild wäre? „Ich glaube, die eine Hälfte wäre schwarz-weiß und auf der anderen sähe man dann alle Farben, die es überhaupt gibt. Und dann jemanden, der darin herumläuft.“2

Alben

Laleh (2005)

Prinsessor (2006)

Me and Simon (2009)

Sjung (2012)

Colors (2013)

Offizielle Website: http://www.laleh.se/

Künstlerseite bei Universal: http://www.universal-music.de/laleh/home

1 http://www.laleh.se/#biography
2 http://www.ndr.de/ndr2/musik/interviews/laleh115.html

 

Autor(in): Christiane – trollet@gmx.de

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