Isabel Edvardsson – eine Schwedin in Deutschland

Foto: CHR!S / Wikimedia Commons

Unsere deutsche TV-Landschaft hat sich schon immer gern mit ausländischen Moderatoren, Comedians oder Show Master geschmückt. Besonders hervorgehoben hat sich da das holländische Volk. Ob Rudi Carrell, Linda de Mol oder neuerdings auch Sylvie van der Vaart: dem etwas fremd klingenden Akzent der Leute liegt ein gewisser Zauber inne. Holländer werden schnell zu Publikumsmagneten.

Jetzt ist genau dies auch einer Schwedin gelungen: Isabel Edvardsson. 2006 tanzte sie sich in der RTL-Show „Let’s Dance“ in die Herzen der Zuschauer und gewann gemeinsam mit Ihrem Tanzpartner Wayne Carpendale die Staffel. Ein Jahr später trat sie ähnlich erfolgreich mit Giovane Elber auf. Sie entlockte den eigentlich steifen und tanzunfreudigen Fußballspieler heiße Rhythmen und verzauberte alle mit ihrer eigenen Art.
Kurz darauf erhielt sie dann die Anfrage, als mehr oder weniger bekannte Person ins Dschungelcamp zu gehen. Sie nutzte diese Chance und etablierte sich als Promi. Sie ist keine Verona Pooth und auch keine Veronika Ferres, aber man kennt sie – und sie kommt gut bei den Menschen an.
Die diesjährige Staffel von „Let’s Dance“ absolvierte sie deswegen nicht mehr als Teilnehmerin (Wettbewerbsverzerrung), sondern stieg in die Riege der Jury auf.

Ihre Kartei in der Medienlandschaft weist daneben auch schauspielerische Auftritte in den Serien „Verbotene Liebe“ und „Wege zum Glück“ oder erotisch-ästhetische Fotos für den Playboy, der FHM und der Maxim auf. Auch als Moderatorin bei einem NDR-Festival hat sie sich versucht, ist als Assistentin von Oliver Geißen aufgetreten oder hat bei der Promi-Kocharena mitgewirkt.

Mit ihrem strahlend schönen Lächeln, der warmen Aura und dem süßen und typisch schwedischen „scharfen S“ strahlt sie etwas aus, dem keiner widerstehen kann.

Tanz-DVD mit Isabel Edvardsson und Markus Weiß

Doch wie kommt es eigentlich, dass so eine junge Frau sich entschieden hat, nach Deutschland auszuwandern?
Die in Göteborg geborene Isabel hatte ihr ganzes Leben nur einen Traum: Sie wollte Tänzerin sein und viele Erfolge feiern. Doch auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit verlor sie ihren Tanzpartner und fand auch keinen neuen, der ihrem Niveau entsprach. Sogar nach Litauen ist sie gezogen, um ihre Leidenschaft ausleben zu können. Aber auch der neue Partner ausfiel, weil er sich verletzte, musste sie wieder von vorn beginnen. Bis 2003 ein erlösender Anruf aus Deutschland kam. Man hatte ihr den Tänzer Marcus Weiß vorgeschlagen. Sie zögerte nicht lange und zog mit ihren sieben Sachen nach Braunschweig und tanzte bis 2007 viele erfolgreiche Turniere, wurde 2006 sogar Deutsche Meisterin.

Heute ist sie auch privat mit Marcus liiert. Die beiden haben eine Tanzschule, geben persönlich Unterricht und haben kürzlich auch eine Tanz-DVD herausgebracht.
Darüber hinaus erhält sie immer wieder neue TV-Deals.

Wir sind uns sicher, dass Isabel uns noch lange erhalten bleibt und uns die nächsten Jahre noch mehr mit ihrem skandinavischen Charme verführen wird.
Und soviel ist sicher: Auch nach ihrer Tanzkarriere liegt ihre Zukunft in Deutschland!

Autor(in): Nicole Schmidt – text.assistant@yahoo.de

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