Husaby Kyrka –Die Kirche von Husaby

 

Husaby Kyrka

Nordöstlich von der Stadt Lidköping in der schwedischen Provinz Västra Götlands län befindet sich die Kirchengemeinde Husaby. Im Jahre 1008 soll der erste schwedische König Olaf Skötkonung in der St.-Siegfrieds-Quelle getauft worden sein. Weiterhin wird behauptet, dass Olaf die Bischofsburg errichten ließ, die heute nur noch als Ruine zu bestaunen ist. Später wurde der Ort zum ersten Sitz des Erzbischofs von Schweden ernannt.

1020 begann die Errichtung einer Stabkirche. Die romanische Kirche, wie sie heute zu sehen ist, stammt allerdings aus dem 12. Jahrhundert und ersetzte das hölzerne Gotteshaus. Damit gilt das heilige Gebäude in Husaby mit zu den ältesten Steinkirchen in Schweden. Nach Meinung einiger Historiker, entstand der Glocken- und Kirchturm bereits im 11. Jahrhundert und sollte der Verteidigung und dem Schutz vor Überfällen dienen. Der Kirchturm ist ein eigenständiges Bauwerk und mit dem eigentlichen Gotteshaus nicht verbunden. Im 14. Jahrhundert wurde das Bauwerk mit gotischen Spitzbögen verziert und ein Jahrhundert später erhielt es neue Fresken. Bei Renovierungen zu beginn des 20. Jahrhundert wurden einige Wandmalerein zerstört.
Ein Teil des Inventars, wie die Kanzel und der Altar wurden auf das 17. Jahrhundert datiert. Besonders ist jedoch, dass der Taufstein eine Innenschrift aus dem 13. Jahrhundert besitzt. Ebenso stammen einige Skulpturen, der Bischofsstuhl und eine Bank ebenfalls aus diesem Zeitalter.

 

Sarg

Vor der Kirche befinden sich zwei Sarkophage. Einige Einheimische behaupten, dass König Olaf Skötkonung in einem der Särge gelegen haben soll und in dem anderen Bischof Unni. Jedoch konnten diese Vermutungen bis heute noch nicht bestätigt werden. Vielmehr nehmen die Historiker an, dass die aus dem späten 12. Jahrhundert stammenden Särge eine symbolische Bedeutung haben.

In der Kirchenmauer und in dessen näheren Umgebung gibt es mehrere Runensteine und eine Grabplatte mit Runeninschrift, die älter als 1000 Jahre alt sind. Ungefähr ebenso alt sind die ältesten christlichen Gräber, die man bisher gefunden hat.
Diese Kirche ist durch ihre Bauart, ihrem alten Inventar und der historischen Bedeutung einen Besuch wert.

Autor(in): Sandra Benthien – sandra_benthien@freenet.de

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