Gruselfilme in Lappland, Gällivare

Lappland, GällivareEines Tages in Schweden, las ich in der Zeitung: Laiendarsteller, Friseurin, Visagist für Filmeinspielung gesucht“ Das hörte sich doch sehr interessant an. Filmeinspielung hier oben in Lappland/ Gällivare? Wunderbar, dass will ich sehen. Ich rief bei Cruzical Film & Media <!–more–>an und wurde (weil Visagistin) zum Casting eingeladen. Ganz locker im Kinosaal des Bla forel von Gällivare. Es waren einige Bewerber zusammen gekommen. Der Regisseur Daniel Lehmussaari, der Filmer Pauli Raitaniemi und der Produzent Mikael Stridsson erzählten die Geschichte der Filmgesellschaft Cruzical Film & Media. Alle drei trafen sich 2001 und begannen Ihr erstes Projekt  2002„ I vädurens skugga“. Frei übersetzt „ Im Schatten des Widders“. Dieser Film leitete eine lokale Erfolgsgeschichte ein, welche die Drei niemals voraussehen konnten.

Der zweite Film „ Death Academy“  wurde dann ein recht blutiger Gruselfim. Und es zeigte sich, dass genau dieses Genre sehr beliebt war, vor allem in Italien und auch in ganz Skandinavien. Alle die bei der Fertigstellung des Filmes beteilig waren und sind, agieren als Laien. Sie haben großen Spaß zusammen und es schreckt keinen zurück im Dunkeln, oder in Geisterhäuser (das ist wahr!) zu spielen. Jeder gibt alles! Und es wird honoriert! Denn zwischenzeitlich wurde eine Filmagentur aufmerksam und kauften die Rechte an einem Film. Dieser wurde ins deutsche übersetzt. Und im Underground Markt ein Verkaufsschlager. Dadurch gestärkt in ihrem Glauben folgten die Filme „ The grief“ und  „House of Orphans“ In beiden schminkte ich die Darsteller vom Pastor über Marktfrau und schließlich auch den Mörder. Es war so interessant, spannend und unglaublich zu sehen wie die Spezialeffekte zustande kamen. Unsere Drehorte waren so unterschiedlich wie man sich nur denken kann. Wir filmten am Fuße des Dundret, in leerstehenden Vereinshäusern-weil es da angeblich spukte, auf Friedhöfen, in Möbelgeschäften und an vielen anderen spannenden Orten. Eine neue Richtung wurde mit „ en Drink för Dracula“ eingeleitet. Welcher ein Kurzfilm wurde. Gleichzeitig spielte der erste professionelle Schauspieler mit – “Göran Forsmark. Daraufhin gab der Dichter Thom Olausson sein Gedicht  Children of evil, in Auftrag zu filmen. Die Erfolgsgeschichte der drei Jungens aus Lappland wird nun fortgesetzt durch Kurzfilme und Dokumentationen wie:

  • Den flygande doctorn  (Der fliegende Doktor)
  • Destination Nordkalotten

Ich wünsche den Dreien Glück, viel Spaß und Erfolg mit Ihren Projekten, die ihnen am Herzen liegen.

 

 

Susann Isigkeit

Info:  http://www.cruzical.se/

Autor(in): Susann Isigkeit – susann_isigkeit@web.de

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