Gastro-Tipp: Handelsman Flink

Handelsman Flink Foto: Svenja

Handelsman Flink bietet sich wunderbar als Ausflugziel oder Zwischenstopp an. Wer Lust hat stöbert durch den kleinen Tante-Emma-Laden und wer Hunger hat, isst im Restaurant oder gönnt sich eine Kaffeepause auf der Veranda- und bewundert die tolle Aussicht auf das Wasser. Wer gar nicht lange verweilen will, kann sich auch einfach ein frisch zubereitetes Fresspaket mitnehmen und weiter die Insel erkunden.

Handelsman Flink liegt an der Westküste, auf der Insel Flatön, südwestlich von Uddevalla. Wie der Name schon vermuten lässt, kann man im alten traditionell eingerichteten Landhandel und Schiffsausstatter auch heute noch die verschiedensten Dinge erstehen, von Süßigkeiten bis Geschenkartikeln.

Gegründet wurde der Betrieb 1912 von Petter Johnsson. Direkt am Bootssteg gelegen, fungierte der kleine Landhandel als Treffpunkt für die Leute aus der Umgebung. Neben Neuigkeiten, konnte man hier auch Eier gegen Kaffee tauschen oder von der Zeitung bis hin zu landwirtschaftlichen Geräten so ziemlich alles kaufen. Geführt wurde das Geschäft von Petter Johnssons Sohn Gustaf. Der schwedische Dichter, Komponist und Maler Evert Taube verbrachte in den 40er Jahren einige Zeit auf Flatön und freundete sich mit Gustaf an. Die Atmosphäre bei Handelsman Flink, wie er Gustaf und seinen Laden nannte, inspirierte den Künstler zu zahlreichen Liedern, Gedichten und Zeichnungen. Im Wasser, direkt am Strand, liegt heute ein großer Stein, der an den berühmten Besucher Flatöns erinnern soll.

Neben dem alten Ladengeschäft von 1912, befindet sich auch ein kleines Restaurant oder Café. Die hier angebotenen Gerichte werden aus

Handelsman Flink: Krebse kochen Foto: Svenja

frischen regionalen Zutaten gefertigt. Die Kräuter werden selbst angebaut und auch der Käse wird aus ökologischer Milch von benachbarten Kühen hergestellt. Der Fisch kommt von Göteborg, Austern und Muscheln von Mollösund und Krebse und andere Schalentiere werden selbst gefangen. Am Bootssteg kann man zusehen wie die Krebse direkt vom Boot in den großen Kochkessel wandern. Legt man Wert auf Herkunft und Frische seines Essens, ist ein Krebsessen bei Handelsman Flink nur zu empfehlen, ganz zu schweigen von den  verschiedenen leckeren Heringssalaten, die dazu gereicht werden – und dem obligatorischen Schnaps, natürlich.

Handelsman Flink ist jedoch nicht nur ein gutes Restaurant. Im Bootshaus kann man die fangfrischen Krebse oder andere Schalentiere, für die Zubereitung zu Hause, auch käuflich erwerben. Mittlerweile ist auch noch ein kleines aber feines Hotel mit 10 Zimmern dazu gekommen.

Autor(in): Svenja Bichbäumer – svenjabich@web.de



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