Engelsberg bruk

Engelsberg bruk. Hochofen. Foto: Jürgen Howaldt / de.wikipedia.org (CC BY-SA 2.0)

Engelsberg bruk. Hochofen. Foto: Jürgen Howaldt / de.wikipedia.org (CC BY-SA 2.0)

In dem kleinen Örtchen Ängelsberg am Åmänningen-See befindet sich das Industriemuseum Engelsberg bruk. Zu Glanzzeiten eine der bedeutendsten und modernsten Eisenhütten Europas zählt der gut erhaltene Komplex zu den herausragenden Industriedenkmälern der Welt. 1993 wurde das Hüttenwerk Engelsberg in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Ängelsberg mit seinem Welterbe gehört zur Gemeinde Fagersta in Västmanland und liegt in der Region Bergslagen, einer traditionellen Bergbauregion Schwedens. Spätestens seit dem Ende der Völkerwanderung wurde hier Eisen hergestellt.

 

Im 13. Jahrhundert erweiterten die ansässigen Bauern ihr Treiben um Erzgewinnung und dessen Verhüttung. Zu jener Zeit verschlug es einen deutschen Bergmann in die Region. Sein Name: Englika. Dieser Englika baute sich eine Hütte, „Benning“ – die „Englikobenning“ genannt wurde. Daraus entwickelte sich Ängelsberg. Für das spätere Hüttenwerk hat sich hingegen „Engelsberg“ durchgesetzt.

Es war allerdings kein einfacher Bergmann oder Bauer, der Engelsberg bruk gründete. Dieses Recht war einem Adligen vorbehalten. 1681 legte Per Larsson Gyllenberg Hook den Grundstein für das Hüttenwerk, das in wenigen Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Eisen- und Stahlproduzenten Schwedens aufstieg. Das skandinavische Königreich war Marktführer in der Herstellung hochqualitativen Eisens und Stahls – des „Schwedenstahls“.

Im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Engelsberg eine der modernsten Eisenhütten Europas, wurde dann aber vom technischen Fortschritt überholt. Trotz Modernisierungsanstrengungen war der Niedergang nicht aufzuhalten. Zwar kamen 1917 eine Lancashire-Schmiede und ein modernes Walzwerk hinzu, was die Stilllegung des unwirtschaftlich gewordenen Werks 1919 aber nicht mehr verhindern konnte.

Nach der Schließung verfiel der der einstige Vorzeigebetrieb in einen Dornröschenschlaf, wurde weder anderweitig genutzt, aber auch nicht ausgeschlachtet. Aus heutiger Sicht ein Glücksfall. So blieb das Ensemble von Engelsberg bruk der Nachwelt erhalten: 50 Gebäude unterschiedlichen Alters und Funktionen sowie – heute noch funktionsfähiger – Maschinen und technischer Ausrüstung.

In den 1970er Jahren begann die Restaurierung dieses in Schweden einzigartigen Hüttenwerks. Neben Hoch- und Röstofen, Schmiede, Gießerei gehören unter anderem Verwaltungsgebäude, Arbeiterwohnungen sowie das Herrenhaus mit Parkanlage zu dem Industriemuseum.

Das historische Hüttenwerk zeigt ein umfassendes Bild traditioneller schwedischer Eisen- und Stahlproduktion. Der Umfang und erhaltener Zustand konnten schließlich auch vor der UNESCO bestehen. Engelsberg bruk erhielt als „herausragendes Beispiel eines einflussreichen europäischen Industriekomplexes des 17. bis 19. Jahrhunderts“ den Status Weltkulturerbe.

Weitere Informationen zu Öffnungszeiten, Preisen und Führungen unter www.fagersta.se/turism.

Autor(in): Mathias Grohmann – mathias_grohmann@web.de

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