Bären-Begegnung im Funäsdalen

Kleiner Nachtrag zu den Orten mit 8 Jahreszeiten: Ganz unpoetisch berichten schwedische Zeitungen dieser Tage von einer Bären-Attacke im Funäsdalen. So wird man jäh dran erinnert, dass man sich hier noch in der „vildmark“ – Wildnis – befindet, denn Bären gibt es im schwedischen Fjäll noch recht zahlreich.

Was war geschehen? Eine Gruppe ski-fahrender Jungs fuhr abseits der Pisten über einen Bärenbau – ein 12-Jähriger fiel direkt in die Grube am Funäsdalsberget. Die aufgeschreckte Bärenmutter hatte ihre eigenen Jungen im Bau und ging direkt zur Verteidigung über: Sie fügte dem 12-jährigen Unglücksraben schwere Biss- und Kratzwunden zu. Ausführlich berichtet vor allem das Aftonbladet, wie die Gruppe Jungs instinktiv das Richtige tat: Sie schrien nach Kräften und furchtelten mit ihren Skistöcken, um die Bärin einzuschüchtern. Dadurch ließ das Tier schließlich von dem Eindringling ab und trottete davon.

Durch den dicken Skianzug waren die Verletzungen nicht lebensgefährlich – der Junge wurde per Helikopter ins Krankenhaus von Östersund gebracht, wo er einige Tage später den Zeitungsreportern sein Erlebnis schildern kann. Seine wichtigste Botschaft trotz des Schreckens: „Bitte erschießt den Bären nicht!“

Wie der Göteborg Posten berichtet, wird das zum Glück auch nicht geschehen. Wildheger haben die Spur der Tiere nahe der Skigebiete im Funäsdalen aufgenommen und sehen keine weitere Gefahr für die Menschen in Umgebung. Natürlich nur, wenn diese sich selbst in Gefahr begeben – abseits der Wege in der „vildmark“…

Autor(in): Katja Singer – katja-singer@gmx.de



Es liegen bisher noch keine Kommentare vor.

Schreibe einen Kommentar