Behinderten-Assistenten auf dem Prüfstand

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Das Bild vom schwedischen Wohlfahrtsstaat ist unter anderem von der personalintensiven Behindertenarbeit geprägt. Persönliche Assistenten, die rund um die Uhr einen anderen Menschen versorgen, sind ein wichtiger Baustein im schwedischen System. Es ermöglicht vielen körperlich und geistig Behinderten zu Hause wohnen zu bleiben und sich entsprechend ihrer Fähigkeiten zu beschäftigen.

Die persönlichen Assistenten kommen jedoch verstärkt auf den Prüfstand durch die Sozialversicherung „försäkringskassan“. Der Umfang ihrer Arbeit wird gekürzt oder gleich ganz gestrichen, neue Anträge auf persönliche Assistenz mitunter abgelehnt – in den letzten zwei Jahren waren dies 3.100 Anträge. Die Behörde beruft sich auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtes aus 2009, nachdem die Kriterien für den Einsatz persönlicher Helfer verschärft worden sind. Mit dem Sparzwang im Gesundheitswesen werden die neuen Bemessungskriterien strikter angewandt.

Vermutlich wird auch gründlicher nach sozialbetrügerischen Fällen gesucht. Die försäkringskassa gibt an, dass sieben Prozent der Kosten für persönliche Assistenz auf das Konto von falschen Angaben gehen. Im Jahr 2012 belief sich die Gesamtsumme für persönliche Behinderten-Assistenz auf rund 21 Millarden SEK.

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