August Strindberg

Trotz des späteren Konkurses seines Vaters, besuchte er die Schule und finanzierte sich als Hauslehrer das Studium.

Sein erster großer schriftstellerischer Erfolg gelang ihm 1879 mit dem Gesellschaftsroman mit „Röda rummet“ (Das rote Zimmer).

1883 verließ Strindberg Schweden und lebte fortan ein unstetes Leben in den europäischen Metropolen, unter anderem auch in Berlin. Diese Zeit in seinem Leben war geprägt von psychischen Problemen, die ihn nahe an den Wahnsinn brachten. Auch privat hatte er wenig Aussicht auf ein „normales“ Leben, 1891 wurde seine erste Ehe geschieden, 1893 heiratete er erneut, um sich ein Jahr später wieder scheiden zu lassen.

Neben  seiner Arbeit als Schriftsteller widmete er sich den Naturwissenschaften und der Malerei. 1899 kehrte er nach Schweden zurück, heiratete erneut, bekam eine Tochter und ließ sich wieder scheiden. 1912 starb Strindberg.

Zeit seines Lebens war Strindberg ungeheuer produktiv und er hinterließ ein sehr umfangreiches Werk. Er schrieb Theaterstücke, Romane, Gedichte und Erzählungen. Weiter Werke sind unter vielen anderen: „Tjänstekvinnans sons“ (Der Sohn der Magd), „Fröken Julie“ (Fräulein Julie), „Till Damaskus“ (Nach Damaskus) und „Dödsedansen“ (Totentanz).

Inspirierte sogar Kafka

Franz Kafka schrieb in seinem Tagebuch: „Besserer Zustand, weil ich Strindberg („Entzweit“) gelesen habe. Ich lese ihn nicht, um ihn zu lesen, sondern um an seiner Brust zu liegen. Er hält mich wie ein Kind auf seinem linken Arm. Ich sitze dort wie ein Mensch auf einer Statue.“ […] Der ungeheure Strindberg. Tagebücher, 1910-1923

Der schwedische Schriftsteller und Künstler August Strindberg ist einer der Großen der Literaturgeschichte. Seine Romane und Theaterstücke waren nicht nur zu seinen Lebzeiten sehr erfolgreich – er war im 19. Jahrhundert der dominierende Literat in Schweden -, sondern sind es bis heute. Und auch die Persönlichkeit Strindberg ist noch immer ein Faszinosum.

Zu seinem Leben: Johan August Strindberg wurde 1849 in einer mittelständischen Familie in Stockholm geboren. Durch seine Arbeit als Hauslehrer konnte er sich ein Studium in Uppsala, Stockholm und Göteborg finanzieren und 1879 – als er dreißig Jahre alt war – gelang ihm der literarische Duchbruch mit dem satirischen Gesellschaftsroman „Röda rummet“ („Das rote Zimmer“). In der schwedischen Gesellschaft sorgten seine Bücher für Aufsehen und provozierten. Nachdem er 1884 die Novellensammlung „Gifts“ („Heiraten“) veröffentlicht hatte, wurde er sogar wegen „Gotteslästerung und Verspottung der Heiligen Schrift und der Sakramente“ angeklagt. Er hatte in den Novellen die Folgen einer übertrieben religiösen Erziehung und mögliche negative Auswirkungen der christlichen Dogmen beschrieben.

Schweden war ihm zu spießig

Strindbergs Portrait, gezeichnet von Carl Larsson.

Strindbergs Portrait, gezeichnet von Carl Larsson.

1884 verließ Strindberg Schweden – die Stockholmer Gesellschaft empfand er als engstirnig und spießig und suchte Abwechslung in den Metropolen Europas, kurz besuchte er auch Berlin. In dieser Zeit des Bohème-Lebens hatte er psychische Schwierigkeiten und litt unter Depressionen und Halluzinationen. Neben dem Schreiben beschäftigt er sich auch mit Malerei, Photographie und naturwissenschaftlichen Experimenten.

Der Schriftsteller Strindberg war äußerst produktiv: Insgesamt schrieb er mehr als 60 Dramen, zehn Romane, zehn Novellensammlungen und außerdem noch 8000 Briefe. Neben dem „Röda rummet“ sind weitere wichtige Werke der autobiographische Roman „Tjänstekvinnans son“ („Der Sohn der Magd“ 1886, denn seine Mutter war die ehemalige Hausangestellte), der Schärenroman „Hemsöborna“ („Die Hemsöer“) und vor allem das naturalistische Drama „Fröken Julie“ („Fräulein Julie“, 1888).

 Privat war sein Leben ebenfalls abwechslungsreich: 1877 heiratete er die Schauspielerin Siri von Essen und bekam mit ihr drei Kinder, 1891 ließen sie sich scheiden. 1893 heiratete er auf Helgoland die vierundzwanzig Jahre jüngere Journalistin Frida Uhl, mit der er ebenfalls eine Tochter hatte. Noch im selben Jahr trennten sie sich wieder und 1897 wurde die Ehe rechtskräftig geschieden. Nach einer schweren Lebenskrise heiratete Strindberg im Jahr 1901 wieder, und zwar abermals eine wesentlich jüngere Schauspielerin – abermals eine Tochter und die Scheidung im Jahr 1904.

1899 war Strindberg wieder nach Schweden zurückgekehrt. 1907 fand er seinen letzten Wohnsitz in der Drottninggata 85 in Stockholm – im sogenannten „Blauen Turm“. Dort verstarb er 1912 an Magenkrebs. Heute befindet sich in diesem Haus das Strindberg-Museum, in dem man die rekonstruierte Wohnung Strindbergs mit den originalen Möbeln besichtigen kann. Außerdem werden Ausstellungen gezeigt und die Bibliothek des Schriftstellers, die 3000 Bände umfasst.

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Autor: Katharina Maaß

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