Svenska akademien - die Schwedische
Akademie
Die Akademie wurde 1786 nach dem Vorbild der französischen
Académie française von Gustav III. gestiftet. Es ist die Gesellschaft zur Pflege
der schwedischen Sprache und Literatur, ihre Zusammensetzung und Arbeitsweise
richten sich heute noch nach den damals vom König festgelegten Regeln. Die
Gesellschaft besteht aus18 Mitgliedern ("de aderton", "Die Achtzehn"), die auf
Lebenszeit gewählt werden. Die Mitgliedschaft bleibt formell auch dann bestehen,
wenn ein Mitglied den Austritt erklärt und nicht mehr an der Arbeit der Akademie
teilnimmt. Die Schriftstellerin Kerstin Ekman hat 1989 ihren Austritt erklärt,
als sie mit der Arbeit der Akademie nicht einverstanden war.
Die Akademie
verleiht mehrere angesehene Literaturpreise. Der bekannteste ist der Nobelpreis
für Literatur, der seit 1901 vergeben wird. Die Hauptarbeit bis zur endgültigen
Abstimmung liegt bei einem fünfköpfigen Nobelkomitee. Über die Beratungen zum
Nobelpreis muss jeweils 50 Jahre lang Stillschweigen bewahrt werden. Der
Nobelpreis wird jährlich am zweiten Donnerstag im Oktober in Stockholm vom
Ständigen Sekretär der Akademie bekannt gegeben.
Zur Schwedischen
Akademie gehört auch die 1901 gegründete Nobelbibliothek. Ihre Aufgabe ist es,
die notwendige Literatur für die Auswahl des Literaturnobelpreises
bereitzustellen.