Finnland gehörte vom Mittelalter bis 1809 zum
schwedischen Königreich. Ende des 16. Jh. bis etwa 1650 wanderten tausende
ostfinnische Bauern aus dem Gebiet Savolax Richtung Westen und ließen sich in
den ausgedehnten Nadelwäldern des heutigen Schwedens nieder. Kriegerische
Unruhen, Überbevölkerung und vom Schwedenkönig versprochene
Steuererleichterungen waren die Hauptursachen für diese Auswanderungswelle. Die
Finnen wanderten zunächst in den Osten Schwedens, nach Ångermanland und
Södermanland. Später kamen sie bis nach Lappland und schließlich auch nach
Värmland und ins norwegische Telemark. Sie errichteten ihre Gehöfte in den
riesigen, nur für Jagd und Fischfang genutzten Nadelwäldern, abseits von
Küstengebieten und Flusstälern, wo die schwedischen Bauern lebten. Den
undurchdringlichen Wald verwandelten sie mit Hilfe einer besonderen, sehr
effektiven Brandrodungstechnik in fruchtbares Ackerland. Sie bauten
ertragreichen Waldroggen an, den sie in Tornistern aus der Heimat mitgebracht
hatten. Unter günstigen Umständen betrug die Ernte nach 3-4 Jahren das 50fache
des herkömmlichen Ackerbaus. Allerdings mussten ständig neue Waldflächen gerodet
werden. Jedes Gehöft benötigte ein viele Hektar umfassendes Waldgebiet und die
Wohnstellen der Finnen lagen deshalb zunächst einsam, umgeben von schwer
zugänglichen Nadelwäldern. So kamen die Bauern zu ihrem Namen Waldfinnen
(skogsfinnar) und die Gebiete, in denen sie ansässig wurden, nannte man
Finnskogen – Finnenwald.