Es gleicht einer Sinfonie für die Sinne, wenn man in den
Morgenstunden über das noch mit Tau bedeckte Moos der schwedischen Wälder
streift und sich von dem Gezwitscher der Vögel in den Bann ziehen lässt. Es ist
wie eine Episode vergangener Jahrhunderte, die sich den Menschen im schwedischen
Wald präsentiert. Seit jeher sind die Schweden selbst stolz auf ihre Wälder und
sehen sie längst nicht mehr nur als ein Geschenk der Natur an, sondern vielmehr
als ein uralter Zufluchtsort.
Doch wer in den schwedischen Wäldern nicht
als orientierungsloses Greenhorn unterwegs sein möchte, sollte versuchen, sich
dieser unbeschreiblichen Schönheit hinzugeben. Es gibt kaum ein schöneres Bild,
wie das, was durch die zarten Sonnenstrahlen, die durch die Baumwipfel fallen
gemalt wird und den Wäldern in Schweden Leben einhaucht. Bis heute scheinen sie
gesund zu sein und vor Kraft zu strotzen, doch genau das kommt keineswegs von
ungefähr. Die Schweden setzen alles daran, dieses natürliche Geschenk zu
schützen, es zu bewahren und den eigenen Kindern ans Herz zu
legen.
Immerhin finden sie in den zahlreichen Wäldern all das, was sie
traditionell zum Leben brauchen. Im Sommer zieht es die meisten Schweden ins
Freie. In den Wäldern suchen sie nach Beeren, Pilzen und den verschiedensten
Früchten. Dabei achten und respektieren sie aber auch das, was ihnen die Natur
schenkt. Mit Ehrfurcht betrachten sie jede Pflanze und gehen mit dem, was sie
aus den Wäldern bekommen, vorsichtig um. Die schwedischen Wälder sind still und
doch so lebensfroh und genau diese Komposition ist es, die Begeisterung,
zugleich aber wohl auch Faszination schafft, auch dann, wenn man mal wieder
orientierungslos zu sein scheint.