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Praktikum in Schweden

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Praktika als Ausnahme

Wer in Schweden ein Praktikum sucht, braucht entweder viel Glück oder Geduld. Denn Praktika sind dort eher unüblich, da es per Gesetz untersagt ist, einem Angestellten für geleistete Arbeiten keine entsprechende Entlohnung zukommen zu lassen. Ein unentgeltliches Praktikum war bisher die Ausnahme. Das Bildungssystem sieht zudem keine Praktika während der Ausbildung vor, stattdessen ein Traineeship im Anschluss an Lehre oder Studium.
Mittlerweile hat aber ein Umdenken eingesetzt, sodass immer mehr Unternehmen Praktikumsplätze für Studierende anbieten und diese vor allem in privatwirtschaftlichen Unternehmen sehr gut bezahlen. Wird das Praktikum vergütet, sind alle Einkünfte wie bei einer befristeten Beschäftigung zu versteuern. Für bezahlte Praktika bis zu einer Dauer von maximal sechs Monaten ist eine auf 25 Prozent reduzierte Pauschalsteuer zu zahlen. Wenn der Arbeitgeber nichts für das Praktikum zahlt und lediglich die Kosten für An- und Abreise sowie Unterkunft übernimmt, bleibt das Praktikum steuerfrei.

Wo suchen?

Viele träumen von einem "Schnupperkurs ins schwedische Arbeitsleben". Foto: Susanne Walström/ imagebank.sweden.se

Viele träumen von einem “Schnupperkurs” ins schwedische Arbeitsleben. Foto: Susanne Walström/ imagebank.sweden.se

Unbezahlte Praktika im Bereich Wirtschaft, Recht und IT bietet z.B. die Deutsch – Schwedische Handelskammer in Stockholm. Sie ist zudem ein kompetenter Ansprechpartner für die Tätigkeiten deutscher Unternehmen in Schweden, und hilft bei der Suche nach Praktikumsbetrieben.
Die Bundesagentur betreibt eine Stellenbörse, in der auch Praktikumsplätze im Ausland zu finden sind. Sie unterstützt auch bei der Formulierung der Bewerbung gemäß schwedischer Richtlinien. Auch das schwedische Arbeitsamt hilft bei der Vermittlung und bietet eine sehr gut sortierte Datenbank. Als Suchbegriffe eignen sich „praktik“ „internship“ oder „sommarjob“.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst, der Austausch-, Studien- und EU-Programme anbietet, ist eine hilfsbereite Anlaufstelle in Deutschland. Er unterstützt Praktikanten in erster Linie finanziell. Mittels des Programmes „Leonardo da Vinci’ werden auch nach Eingang einer Bewerbung samt Motivationsschreiben und Empfehlung der Hochschule passende Praktikumsplätze vermittelt. Vakanzen in Skandinavien sind jedoch äußerst rar und die Vorlaufzeiten hoch.

Eine höhere Erfolgsquote für die Bewerbung erzielt man, wenn man sich bei großen, meist multinationalen Konzernen bewirbt. Diese legen viel Wert auf Internationalisierung, kulturellen Austausch und Förderung junger Talente und bieten ebenso wie ihre Tochterfirmen im Ausland Praktikumsstellen an. Es ist jedem zu raten, bereits einmal für die Firma im Heimatland gejobbt zu haben und dies als Referenz zu nennen.

Eine interessante Alternative zu Praktika sind Sommerjobs. Dies sind Tätigkeiten in Verwaltung oder Produktion für die Dauer der schwedischen Sommerferien. Das Angebot richtet sich auch an ausländische Schüler und Studenten und Anforderungen sind meist geringer als bei Praktika. Große Firmen wie Ericsson und Ikea haben jährlich ein bestimmtes Kontingent dieser Stellen.

Vorbereiten und Bewerben

Nicht nur in die Auswahl des Praktikumsbetriebes sollte man viel Zeit investieren, sondern auch in das Praktikum selbst: Es sollte mindestens vier Wochen dauern, besser sind acht oder zwölf bzw. auch ein halbes Jahr. Nur dann lohnt sich der zeitliche und organisatorische Aufwand für den Arbeitgeber und letztendlich auch für den Praktikanten.

Was die Bewerbungsunterlagen betrifft, so werden sie üblicherweise nicht mehr per Post versendet, sondern auf elektronischem Wege. Dies spart Zeit, kann aber gerade bei den häufig eingesetzten Online-Formularen dazu führen, dass Missverständnisse auftreten. Da sie auf Schwedisch auszufüllen sind und selten ein persönlicher Kontakt vorhanden ist, ist dieses Verfahren recht unflexibel. Im besten Falle kennt man einen konkreten Ansprechpartner in Schweden, denn hat man kein Vitamin B, werden die schwedischen Anwärter auf die raren Praktikumsplätze oft bevorzugt. Durch ein ambitioniertes Motivationsschreiben und besondere Kenntnisse und Fähigkeiten kann aber auch ein deutscher Bewerber punkten.
Erhält man nach Absendung der Unterlagen keine Rückmeldung, sollte man dennoch nachhaken und sein Interesse bestärken.

Der Lebenslauf entspricht im Groben den deutschen Richtlinien und sollte folgende Informationen enthalten:

  • persönliche Angaben (Name, Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum, Staatsbürgerschaft)
  • Ausbildung (formelle Schulbildung, Kurse)
  • Berufserfahrung (mit kurzer Beschreibung der Aufgaben)
  • sonstige Qualifikationen (Aufgaben in Vereinen, Führerschein, Computerkenntnisse)
  • Sprachkenntnisse, Freizeitaktivitäten & Ehrenämter

Generell sind für Praktika Kenntnisse der schwedischen Sprache nicht unbedingt erforderlich, aber von deutlichem Vorteil. Auf flüssiges Englisch wird bei ausländischen Bewerbern großer Wert gelegt. Man kann sein Level mittels der Codes Level A1 (minimales Hörverstehen und Sprechen) bis C4 (sehr gutes Hörverstehen und Sprechen) anhand international standardisierter Codes ausdrücken.

Zu beachten ist, dass aufgrund des Gleichstellungsgesetzes keine Fotos beigefügt werden sollen, auch Familienstand und Geschlecht sind irrelevant für die Bewerbung. Achtung: Das schwedische Notensystem ist dem deutschen entgegengesetzt, d.h. eine 6 bedeutet „sehr gut“, eine 1 entspricht der Bewertung „schlecht“. Deshalb sollten zu den Zeugnissen Anmerkungen und Übersetzungen mitgeliefert werden um Missverständnissen vorzubeugen.
Das Anschreiben sollte nicht mehr als eine DIN-A4-Seite betragen. An den Stil stellen schwedische Personaler keine hohen Anforderungen. Er kann recht informell sein und ein lockeres „Hej“ sowie gegenseitiges Duzen ist Gang und Gäbe.

Weiterführende Links:

(Autor: Franziska Endter)

 

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