Es ist ein unglaubliches Naturspektakel, eine
einzigartige Farbpracht von violetten, roten, grünen, gelben und weißen
Lichtern, die sich am dunklen Himmel präsentiert. Die Nordlichter erscheinen das
ganze Jahr, doch am besten sieht man sie, wenn es dunkel ist. Dann erstrahlen
sie in ihrem vollen Glanz und verzaubern jeden Betrachter.
Wie
entsteht das Polarlicht?
In Fachkreisen wird das Polarlicht als
Aurora borealis bezeichnet. Es entsteht durch negativ geladene Sonnenteilchen,
den Elektronen. Nur im Bereich der magnetischen Pole wird ein Teil der
Elektronen vom magnetischen Erdfeld tiefer in die Atmosphäre gezogen, die in die
Erdatmosphäre eindringen und dabei auf Moleküle stoßen. Je nach Molekül wird die
Farbe bestimmt.
Stoßen die Elektronen auf Sauerstoffmoleküle in der Luft,
dann entsteht grünes und rotes Licht. Stoßen sie hingegen auf
Stickstoffmoleküle, so entsteht eine blaue und violette Färbung. Erst durch das
Zusammenstoßen werden Energien frei und ein erhöhter Energiezustand entsteht.
Aus den Atomen werden Elektronen herausgeschlagen. Da dieser Zustand nicht lange
gehalten wird, sondern sich wieder zurück bildet, wird die Energie in Form von
Licht wiedergegeben und zwar in entsprechender Färbung.
Mythen
des Polarlichts
Es gibt die unterschiedlichsten Mythen und
Legenden für die Polarlichter, so vermutete man in Lappland, dass das Nordlicht
Funken sind, die aus dem Fell von Füchsen stammen. Diese Legende geht auf die
finnische Bezeichnung „revontulet“ zurück, die mit „Fuchsfeuer“ zu übersetzen
ist.
Anders hingegen ist die grönländische Legende. Ihr zufolge glaubte man,
dass es sich um das Licht der Geister der Toten handelte, die sich die Zeit mit
Sport vertrieben.
Ebenso realitätsfern ist die Erklärung der Südschweden.
Diese glaubten, dass das Licht von den Samen erzeugt wurde, wenn sie durch die
Berge rannten, um nach ihren Rentieren zu
suchen.
Mitternachtssonne
Sie ist genau die
Umkehrung des Polarlichts. Von der Mitternachtssonne spricht man, wenn die Sonne
nicht hinter dem Horizont untergeht. Dies ist im Sommer der Fall, nördlich des
Polarkreises wird es einige Monate lang nicht dunkel. Tag- und Nachtzeit gehen
ineinander über.
An folgenden Orten kannst du in dieser Zeit die
Mitternachtssonne genießen:
Longyerbyen (Spitzbergen) 20. April – 20.
August
Nordkap 14. Mai – 29. Juli
Hammerfest 16. Mai – 27. Juli
Tromsø,
Hausberg 20. Mai – 22. Juli
Narvik, Hausberg 25. Mai – 18. Juli
Lofoten
und Vesterålen Ende Mai – Mitte Juli
Bodø 4. Juli – 8. Juli