Riesige Wälder, tausende Seen, bunte Blütenmeere und natürlich Blaubeeren:
Alle diejenigen von uns, die mit Pippi Langstrumpf, Michel und den Kindern aus
Bullerbü aufgewachsen sind, kommt bei dem Gedanken an Schweden eine unberührte,
friedliche Natur in den Sinn. Dank des Allemansrätt (Jedermannsrecht) darf jeder
Naturschätze wie Wildbeeren, Pilze oder Blumen pflücken, solange er mit der
Natur rücksichtsvoll umgeht. Viele Wanderer ziehen während der Erntezeit
zwischen Mitte Juli und September durch die Wälder und sammeln die süßen
Früchte.
Neben Blaubeeren und
Walderdbeeren erfreuen sich Preiselbeeren, Sumpf liebende Moorbeeren, schwarze
Krähenbeeren und bernsteinfarbene Moltebeeren großer Beliebtheit. Dieses „Gold
der Moore“ galt aufgrund des sahnebonbon-süßen Geschmacks als besondere
Delikatesse! Aber Schwedens Natur hat natürlich noch viel mehr zu bieten als
zahlreiche, schmackhafte Beerensorten: So umfasst beispielsweise Schwedens Flora
mehr als 250 verschiedene Blumenarten.
Während in den Bergen an der Grenze zu Norwegen vor allem arktische Blumen wie Gletscher-Hahnenfuß, Silberwurz, Trauben-Steinbrech oder Bergastern wachsen, blühen auf den kalkreichen Böden Ölands und Gotlands seltene, geschützte Orchideen. Ursprünglich wuchsen im Süden Schwedens artenreiche Mischwälder, über die Jahrzehnte wurden viele Bäume jedoch abgeholzt und die Böden als Ackerland genutzt. Nadelwälder sind besonders im Norden des Landes weit verbreitet: Hier dominieren Fichten, Kiefern und diverse Tannenarten.
Und wer hätte das gewusste: Forscher haben herausgefunden,
dass der älteste Baum der Welt im mittelschwedischen Bezirk Dalarna
wächst!