Der Kungsträdgården ist ein besonderer Platz im Herzen
Stockholms und einer der populärsten Treffpunkte in der Innenstadt mit einem
vielfältigen Freizeit- und Unterhaltungsangebot. Angelegt wurde der
Kungsträdgården zur Zeit Gustav Vasas als Gemüse- und Obstgarten. Um 1700 zog
das Gemüse in den Humlegården um, und in dem neu gestalteten, barocken Garten
lustwandelten die Mitglieder des königlichen Hofes.
Gegen Ende des 18.
Jahrhunderts wurde der Park gemäß der neuen englischen Mode umgebaut. Seitdem
hatten auch die Stockholmer Teil an den Gartenanlagen. Doch das währte nicht
lange, denn für den zukünftigen König XIV Johan ließ Karl XIII den grünen Garten
in einen grauen Exerzirplatz umwandeln. Die Alleen blieben bestehen, doch das
Volk konnte nun seinen Soldaten beim Üben für den Krieg zuschauen. Seinem
Adoptivvater zu Ehren ließ Karl Johan in der Mitte des Platzes eine Statue
errichten, an den vier Ecken wurden vier Löwen errichtet.
1866 brach eine
neue Ära für den königlichen Garten an: Mit schmückenden Bepflanzungen war er
Ort der ersten Kunst- und Industrieausstellungen Schwedens, wofür Johan Molin
den Fontänebrunnen schuf.
Als Stockholm 1998 Europas Kulturhauptstadt war,
wurde das große Fontänebecken im Rahmen einer Park-Liftung tiefer gelegt und um
56 Meter verlängert. Rundherum führen Treppen zum Wasser, wo nun die Älteren ein
Sonnenplätzchen bekommen und die Kinder im Becken platschen können.
Im
Sommer finden auf der Bühne ständig Live-Konzerte statt, viele für junge Leute,
ob HipHop oder Rock, aber auch Jazz, Schlager und Volksmusik für die gesetzteren
Semester. Das Ballett der Königlichen Oper hat schon Gastspiele gegeben, und
auch der Spot besitzt einen festen Platz im Programm: seinen es Wettkämpfe von
Beachvolleyballern, Boulespielern und selbst Golfern oder feste Einrichtungen
wie das Schachspiel. Ende Oktober bis Anfang März öffnet ebenfalls die
Skatingbahn um die Karl-XIII-Statue, wo sich die Schlittschuhläufer ein
Stelldichein geben.