König Carl Gustav steht seit 15.9.1973 an der Spitze des
viertgrößten Landes Europas. Er wurde am 30. April 1946 als Sohn des Prinzen
Carl Gustav und der Prinzessin Sibylla geboren und am 7. Juni 1946 auf den
Namen Carl Gustav Folke Hubertus, Herzog von Jämtland getauft. Carl Gustav war
das jüngste Kind der Familie, er hat noch vier ältere Schwestern, die
Prinzessinnen Margarethe, Brigitta, Desiree und Christina. Zu dieser Zeit war es
noch üblich dass der Sohn später die Thronfolge antritt. Erst seit 1980 gibt es
in Schweden eine kognatische Thronfolge, das bedeutet, das erstgeborene Kind,
egal welchen Geschlechts übernimmt das Amt des Königs. Doch zurück zu König Carl
Gustav, dieser wurde schon in jungen Jahren von einem schweren Schicksalsschlag
getroffen: als er ein Jahr alt war, starb sein Vater bei einem Flugzeugabsturz
in Kopenhagen. Somit stand fest, das der Junge einmal die Thronfolge antreten
wird und seinem Großvater als 74. König von Schweden nachfolgt.
Schon im
Alter von vier Jahren wurde Carl Gustav Kronprinz. In seiner schulischen
Laufbahn wurde er nicht privat unterrichtet, sondern musste ganz normale Schulen
besuchen, wo er wie jeder andere Schüler auch behandelt wurde. Sein Abitur
machte der Kronprinz 1966, danach folgte 21/2 Jahre militärische Ausbildung bei
Heer, Marine und Luftwaffe. 1968 wurde der junge Thronfolger Marineoffizier,
nach eine harten Ausbildung auf mehreren Schiffen und einer, ein halbes Jahr
dauernden Fahrt auf einem Minenleger im Winter 1966/67.
Nach seinem
Militärdienst ging Carl Gustav nach Uppsala, um an der dortigen Universität ein
Ein-Jahres-Programm von akademischen Studien zu absolvieren. Zu diesem Programm
gehörte Geschichte, Soziologie, Finanzrecht, Politikwissenschaft und
Wirtschaftslehre. Später studierte er auch Wirtschaftslehre an der Universität
von Stockholm.
Nach diesem Jahr machte der Kronprinz einen Abstecher zu
nationalen und lokalen Berühmtheiten, Industrien und Schulen. Außerdem lernte er
das schwedische Rechtssystem und das Parlament kennen. Erste Auslandserfahrungen
machte der junge Thronfolger in Afrika, New York, London und in Frankreich, wo
er unter anderem auf einer Alfa Laval Plantage arbeitete.
1970 durfte der
Kronprinz das erste Mal Schweden offiziell repräsentieren, bei der
Weltausstellung in Japan, die er mit einer Delegation besuchte.
Bei einer
dieser offiziellen Reisen lernte Carl Gustav 1972 bei den Olympischen Spielen in
München die Heidelbergerin Sylvia Sommerlath kennen. Aber dazu später mehr.
Offiziell zum König von Schweden wurde Carl Gustav am 15.9.1973 ernannt. In
seiner Heimat ist der Legastheniker ein beliebtes Staatsoberhaupt, in den
Klatschspalten der Zeitungen im Land sucht man meist vergeblich nach
ihm.
Der König engagiert sich vor allem für die Natur und den
Umweltschutz. Er hat bereits einen Wettkampf für Umweltpolitik ins Leben gerufen
und es findet jährlich ein „königliches Colloquium“ – ein internationales
Umweltsymposium mit Teilnehmerin aus aller Welt in Schweden statt. Außerdem ist
er Ehrenvorsitzender der schwedischen Pfadfindervereinigung, bereits 1958 wurde
der junge Thronfolger ein Pfadfinder mit dem Namen „Mowgli“, natürlich liegen
ihm dann diese heute noch besonders am Herzen. Weiterhin unterstützt er die
königliche schwedische technische Akademie um das Land im Technologiesektor nach
vorne zu bringen.
Doch der König hat trotz allem noch ein
Privatleben. Seine Hobbys sind vor allem Autos, schon 1973 sorgte ein Foto
von ihm und einer unbekannten dunkelhaarigen Schönheit in einem Porsche für
Wirbel, aber nicht wegen dem Auto... Außerdem nimmt der Monarch sooft er kann an
einer Oldtimerrally auf Öland teil, wo er seinen geliebten Volvo PV 60 fährt. Im
Sommer verbringt er und seinen Familie die meiste Zeit in der Sommerresidenz auf
Öland, dem Palast von Solliden, wo er sich mit großer Leidenschaft um den Garten
der Residenz kümmert, aber eher um die handwerklichen Aufgaben wie Wasserkanäle
anlegen und Teiche graben. Des weiteren liebt er Kunst, Musik und das Jagen.