Jetzt ist es wieder soweit, jedes Jahr von August bis
Februar ist in Schweden Jagdsaison. Geschossen wird auf fast alles was sich
bewegt, also hüte sich wer im Wald herumstromert. Nein, so weit darf es nicht
kommen.
Es gibt ganz genaue Bestimmungen, welche Tiere zu welcher Zeit
und in welchen Mengen geschossen werden dürfen. Und natürlich darf nicht einfach
jeder in den Wald gehen und schießen. Im Besitz eines Waffenscheins muss man
schon sein und eine entsprechende Jagderlaubnis ebenfalls haben.
Folgende
Tiere dürfen gejagt werden, sofern die Regierung ihre Zustimmung erteilt
hat:
Waldschnepfe, Schneehase, Schneehuhn, Fuchs, Biber, Elch, Rehwild,
Europäisches Dammwild, Birkwild, Auerwild, Haselwild, Graugans, Luchs, Braunbär
und Wolf. Vor Jagdbeginn wird der Bestand der zur Jagd freigegebenen Tiere
geprüft, und anhand dieser Ergebnisse wird bekannt gegeben, wie viele Tiere
geschossen werden dürfen.
Ist man in keinem Jagdverein Mitglied, so ist
es trotzdem möglich an einer Jagd teilzunehmen, indem man sich als „zahlender
Gast“ akkreditiert. Die Gebühren belaufen sich auf 212,50 SEK (Stand 1998).
Eingezahlt werden kann dieser Betrag bei allen Postämtern.
Die
Elchjagd
Die Herzen der Jäger schlagen höher, wenn es auf zur
Elchjagd geht, eine Jagd die voll Leidenschaft erfüllt ist. Bevor jedoch auf
echte Elche geschossen werden darf, muss eine Elchschießprüfung absolvieren
werden. Dazu wir auf eine sich bewegende Elchscheibe in 80 Meter Entfernung
geschossen. Gerade für ausländische Gastschießer machen viele Veranstalter die
erfolgreiche Teilnahme an solch einer Übung zur Bedingung.
Dieses Jahr
allerdings dürfen weitaus weniger Elche geschossen werden, als die Jahre zuvor.
75 000 Elche hat die Regierung freigegeben, so wenig wie seit 25 Jahren nicht
mehr. Der Bestand sinkt immer mehr, vor allem der von den großen Bullen. Und
manche Touristen wünschen sich nichts sehnlicher, als einen Elch in ihrem Urlaub
zu Gesicht zu bekommen. Selbstverständlich nicht vor ihrem Auto und genau das
ist das Problem. Gibt es zu viele Elche, so steigt die Zahl der Autounfälle
enorm, und selten geht es für beide Seiten harmlos aus. Auch richten diese
langbeinigen Waldbewohner viel Schaden an, sie zertrampeln und fressen den
Jungwald, so dass dieser oft zerstört ist. Gibt es aber zu wenig Elche, und
besonders Bullen, so ist deren Fortpflanzung gefährdet. Daher ist es wichtig,
dass der Elchbestand von der Regierung auch in Zukunft überprüft
wird.
Hier findest du die aktuellsten Neuigkeiten und genaue
Informationen zur Jagd in Schweden:
Schwedischer
Jagdverband
Svenska Jägareförbundet
Box 1
S - 163 21
Spanga