Die ganze Herrlichkeit : Der introvertierte Lehrer
Torsten ist 42 und noch immer Jungfrau. Heimlich ist er in Vivianne verliebt,
die im Supermarkt an der Kasse sitzt. Anonym schreibt er der allein erziehenden
Mutter Liebesbriefe. Eines Abends muss er mit ihr über ihren Sohn, der bei ihm
in die Klasse geht, reden. Er ist schrecklich nervös und malt sich genau aus,
was er sagen will und wie. Schließlich gesteht er ihr in seiner Aufregung seine
Liebe, doch alles geht schief. Aus Verzweiflung betrinkt er sich und irrt durch
die Straßen.
Viviannes Kollegin Berit lebt mit dem cholerischen,
egozentrischen Polizisten Glenn und ihrer pflegebedürftigen Mutter zusammen.
Nach einem Streit verlässt Glenn das Haus und sammelt Vivianne, die gerade von
ihrem Gespräch mit Torsten kommt, mit seinem Auto auf und vergewaltigt sie. Alle
halten Torsten für den Schuldigen. Für ihn beginnt in der kleinen Stadt ein
wahres Spießrutenlaufen.
Hela härligheten ist eine Tragikkomödie, die
den Namen verdient, denn Torsten ist wirklich eine tragische Figur. Keiner hätte
diese Rolle besser ausfüllen können als Tomas von Brömssen. Den armen Lehrer
trifft es wirklich schlimm und trotzdem muss man ihn belächeln. Mikael
Persbrandt hingegen verkörpert wieder einmal gekonnt den egoistischen Glenn, der
ein unsympathisches Ekel ist, aber dennoch für entsprechende Lacher sorgt. Für
ihre Rolle als Berit wurde Ia Langhammer mit dem Guldbagge für die beste
weibliche Nebenrolle ausgezeichnet. Herausragend sind die schwarz-humorigen
Szenen in denen Berits Mutter beim Füttern fast erstickt und Glenn wegen eines
Hausbrands aus der Dusche fliehen muss (siehe Cover).
Für alle die
schwedische Komödien mögen, ist Hela härligheten ein Muss!
Mit: Tomas von
Brömssen, Mikael Persbrandt, Anna Wallander, Ia Langhammer.
1998, Leif
Magnusson.