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Schwedische Freizeitspiele

Übersicht über schwedische Freizeitspiele

Bandy

Bandy ist in Schweden die drittgrößte Mannschaftssportart. Das Spiel wird auf Eis gespielt und ist der Vorläufer des heutigen Eishockey. Die Regeln ähneln aber mehr dem Fußball und dem Feldhockey. Das Spielfeld hat die Größe eines Fußballfeldes. Die Tore sind 3,50 Meter breit und 2,10 m hoch. Der halbkreisförmige Strafraum hat einen Radius von 17 m. Der Strafstoßpunkt liegt 12 m vor dem Tor. Der Schläger ist am Schlagende gebogen und abgeflacht. Der Torhüter bekommt keinen Schläger und muss versuchen den Ball mit den Händen oder mit dem Körper abzuwehren. . Der Ball hat einen Kern aus Kork, ist aus leuchtend rotem oder gelbem Plastik und hat ungefähr sieben Zentimeter Durchmesser.

Die Profiliga ist in Schweden die Bandyallsvenskan. Jedes Jahr wird in Ljusdal der Ljusdal World Cup ausgetragen. Die meisten Weltmeisterschaften hat Russland bzw. die Sowjetunion gewonnen.

Kubb

Kubb ist ein Gesellschaftsspiel, das in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts in Schweden populär wurde. Die Spielfiguren sind in Freizeitläden zu kaufen. Man kann natürlich die Spielfiguren auch selber herstellen.

Das Spiel kann zwischen 2 Personen oder 2 Mannschaften gespielt werden. Das Spielfeld ist rechteckig. Die Größe des Spielfeldes kann variiert werden, aber das Standardmaß ist 8X5 m. Gewöhnlich wird Kubb auf Rasen gespielt, aber es ist auch möglich auf Sand oder auf Schnee zu spielen. Das Spiel enthält 6 Wurfstäbe, 10 Holzklötze (schwed. kubbar), einen König und 4 Markierungsstäbe. Das Spiel wird so aufgebaut, dass jeweils auf der Basislinie 5 Holzklötze stehen und in der Mitte befindet sich der König. Die Mannschaft, die zuerst alle Holzklötze von der Basislinie umgeworfen hat und dann den König abwirft, hat gewonnen.

Die Mannschaften stehen jeweils an der Basislinie einander gegenüber. Zu Anfang wird abgestimmt, welche Mannschaft beginnt. Es ist zu empfehlen, dass nach jedem Spiel die Mannschaft, die anfängt, wechselt, weil die anfangende Mannschaft einen Vorteil hat. Wurde entschieden, welche Mannschaft beginnt, werden jetzt innerhalb der Mannschaft die  Wurfhölzer gleichmäßig aufgeteilt und es wird in der Mannschaft eine Wurfreihenfolge festgelegt. Die Reihenfolge kann während des Spiel immer wieder variiert werden. Geworfen wird immer von unten und die Handfläche zeigt nach vorne. Horizontalwürfe und rotierende Würfe (Helikopterwürfe) sind nicht erlaubt. Nach der festgelegten Reihenfolge wird nun nacheinander versucht die Holzklötze der gegnerischen Mannschaft umzuwerfen. Wurden alle Wurfstäbe geworfen, ist die andere Mannschaft dran. Ist ein Holzklotz umgeworfen worden, muss die Mannschaft zuerst den Holzklotz in das Feld zwischen dem König und der gegnerischen Basislinie hineinwerfen. Wird der Holzklotz nicht in das Feld geworfen, muss die Mannschaft ihn noch mal werfen. Nach 2 Würfen muss er bei dem dritten ins Feld geworfen werden, sonst kann die gegnerische Mannschaft entscheiden, wo sie den Holzklotz aufstellen. Der Abstand zum König muss aber mindestens eine Stablänge enthalten. Diese Holzklötze werden Feldklötze (schwed. fältkubbar) genannt. Die gegnerische Mannschaft muss nun die Feldklötze aufstellen. Die Mannschaft, die die Feldklötze reingeworfen hat, muss nun versuchen, zuerst diese umzuwerfen und darf erst dann die Klötze von der Basislinie umwerfen. Wurden ein oder mehrere Feldklötze nicht umgeworfen, darf die gegnerische Mannschaft bis zu diesen vorrücken und braucht nicht von der Basislinie werfen. Sind von einer Mannschaft alle Feldklötze und die Klötze von der Basislinie umgeworfen, darf die gegnerische Mannschaft den König umwerfen. Der König darf nur zum Schluss umgeworfen werden. Ist es dennoch passiert, hat die Mannschaft verloren.

Es gibt zwei Varianten. Bei der ersten Variante werden die umgeworfenen Holzklötze aus dem Spielfeld herausgenommen. Außerdem gibt es die Variante, dass, wenn beim Werfen der Feldklötze ein anderer Feldklotz umgeworfen wird, die Feldklötze gestapelt werden.

Jedes Jahr am 1. Wochenende im August finden in Rone auf Gotland die Kubb-Weltmeisterschaften statt. An dieser WM kann jeder teilnehmen. Die Mannschaft muss aber mindestens aus 6 Spielern bestehen.

Pärk

Bakpärk ist ein altes Ballspiel, das in Gotland gespielt wird. Der Ball ist aus gegerbter Schafshaut hergestellt. Er wird mit den Händen geschlagen und mit dem Fuß gestoßen.  Es gibt 2 Varianten, bakpärk und frampärk. Am meisten wird bakpärk gespielt. Gespielt wird auf einer ebenen Rasenfläche, die 30 m breit und unbegrenzt lang ist. Sieben Spieler sind in jeder Mannschaft. Das Spiel beginnt damit, dass gewählt wird, welche Mannschaft die Außenmannschaft und welche die Innenmannschaft ist. Die Außenmannschaft schlägt den Ball in ein 70X210 cm großes Feld. Die Innenmannschaft muss mit dem Pärkkärl versuchen den Ball anzunehmen und ihn sehr weit zu schlagen. Das Ziel des Spiels ist es soviel Spielfeld (Kas) wie  möglich zu gewinnen. Nach 7 Schlägen wird gewechselt. Dann ist die Außenmannschaft die Innenmannschaft und versucht das gewonnene Spielfeld zu verteidigen und die Innenmannschaft versucht das verlorene Spielfeld wieder zu gewinnen. Die beste Mannschaft nach 3 Sätzen (Pärk) hat gewonnen.

Es gibt in Frankreich ein ähnliches Spiel, das „Jeu de Bal“ heißt. Aus den beiden Spielen wurde das heutige Tennis entwickelt. Pärk wird auf den Stångaspelen der gotländischen Olympiade gespielt.

Varpa

Varpa wird mit einer Metallscheibe oder einer Scheibe aus Stein gespielt. Die Scheibe ist verschieden schwer. Sie wiegt zwischen 0,5 und 5 kg. Außerdem gibt es keine festgelegte Länge der Wurfbahn.. Jedes Ende der Wurfbahn wird mit einem Stab markiert.  Die Varpa (Wurfscheibe) wird mit dem Schleuderwurf geworfen. Derjenige, der am nächsten an den Stab geworfen hat, bekommt einen Punkt. Nach 12 Würfen gewinnt der Spieler, welcher am besten geworfen hat, den Satz (kulan). Das Spiel umfasst 1-3 Sätze (kulor). Gewöhnlich bekommen Anfänger eine leichtere Varpa, und die Wurfbahn sollte zwischen 10 und 20 m betragen.

Brennball/Brännboll

Das deutsche Spiel Brennball ist Vielen sicher aus dem Schulsport bekannt. Es ist dem Baseball sehr ähnlich, allerdings wirft man beim Brennball den Ball (meist ein Volleyball) und schlägt ihn nicht mit einem Schläger. Das schwedische Brennball bzw. „brännboll“ ist dem Ursprungssport Baseball noch etwas ähnlicher, weil der Ball (normalerweise ein Tennisball) hier ebenfalls mit einem Holzschläger (oft recht beliebiger Ausformung) geschlagen wird.

(Autor: Ralf Huslage)

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