Fettisdagen (den feta tisdagen, d.h. fetter Dienstag) -
der Tag vor Aschermittwoch. An diesem Tag wurde früher noch einmal richtig gut
gegessen, bevor die bis Ostern währende Fastenzeit begann, die heute noch aus
anderen Ländern bekannt ist. Übrig geblieben ist von diesem Brauch heute nur
noch das Verzehren eines mit einer grossen Portion Mandelmasse und Schlagsahne
gefüllten Brötchens.
Im Süden Schwedens wird es „fastlagsbulle“ genannt,
das mittelschwedische Wort „semla“ setzt sich jedoch immer mehr durch. Es ist
abgeleitet vom deutschen Wort Semmel (Brötchen aus feinem Weizenmehl). Der Teig
wird mit Kardamom gewürzt, ein bei vielen Schweden beliebtes Gewürz.
Zur
semla trinkt man traditionell Milch (heute zunehmend Kaffee). Dann ist man
wirklich satt...
Vom König Adolf Fredrik wird behauptet, dass er 1771
starb, weil er sein schon opulentes Mahl mit einigen semlor abgerundet hatte.
Heute bieten Konditoreien und Supermärkte bereits Anfang Januar die ersten
semlor an.