Im Bereich Ferienhausvermittlung gibt es immer drei unterschiedliche Wege,
sich eines zu mieten:
1.) Entweder über einen Reiseanbieter. Hier ist der Vorteil: die Kosten sind vorher klar definiert, es gibt keine Sprachprobleme und der Ansprechpartner ist immer im Heimatland.
2.) Oder über das Internet direkt vom schwedischen Hausbesitzer. Hier ist aber die Frage, kann er oder ich genug Englisch, so dass wir uns auch unterhalten können? Gibt es hinterher Streitigkeiten über Nebenkosten? Sicherlich sprechen viele Schweden Englisch, aber das eine oder andere Mal ist es schon vorgekommen, dass man sich hinterher darüber unterhielt, weil die Stromrechnung zu zahlen ist. Aber das ist nicht das Generelle.
3.) Oder man hat eine befreundete Familie /
Arbeitskollegen und mietet sich deren Haus. Wobei es hier auch zu
Schwierigkeiten kommen kann, denn man kennt es ja manchmal unter
Freunden.
Nun, wo liegen die Vorteile, wo die Nachteile der einzelnen
Punkte?
Wenn ich nun vom Reiseveranstalter ein Haus miete, weiß ich
vorher, wie es aussieht, was es kostet und ich kann es mir im Katalog anschauen.
Meist ist die Lösung aber die teuerste.
Wenn ihr von einem Deutschen oder
Schweden ein Haus mietet, weil er es im Internet angeboten hat, schaut sehr
häufig in das Gästebuch, wenn der Privatanbieter eine eigene Seite hat. Dort
findet man Berichte von Reisenden, die schon dort waren. Hier muss aber vorher
geklärt werden, welche Leistungen inbegriffen sind.
Generell gilt in
Schweden: Wasser, Strom und Holz braucht man und kostet Geld.
Wenn man
nun vom Freund / Arbeitskollegen ein Haus mietet, hofft man sehr, dass es nicht
zu Streitigkeiten kommt. Dies ist leider manchmal der Fall gewesen hier in der
letzten Zeit, weil etwas „kaputt“ ging. Obwohl man beteuerte, es war schon
kaputt, zahlte man dennoch oder holte eben einen Tischler, der es wieder
gerichtet hat.
Unabhängig davon, wo und von wem man sich ein Haus mietet,
die folgenden Punkte sind immer einzuhalten / zu klären:
1) Gilt Rauchverbot im Haus?
2) Gilt Haustierverbot im Haus?
3) Von wann bis wann ist Mietzeit?
4) Was ist im Preis inbegriffen? Muss Strom, Wasser oder Holz extra bezahlt werden?
5) Gibt es im
Zweifel einen Ansprechpartner?
Aber grundsätzlich gilt: behandelt das
Haus so, als wäre es euer Haus. Wenn dann mal etwas kaputt geht, dann lieber
melden und ersetzen.
Auch baden am See ist meist ein Streitpunkt hier.
Wenn das Haus direkt am See liegt, dann kann man auch baden, aber wenn man erst
über zwei Höfe muss, dann wäre es besser, wenn man den Nachbarn einmal fragt, ob
man hier baden darf. Für das Fischen braucht man hier oft eine Fischkarte, die
man aber käuflich erwerben kann.
Wenn ihr euch nun entschließt, euch ein
eigenes Haus zu kaufen, dann schaut in das Internet und sucht euch eines aus.
Die meisten Angebote sind allerdings auf Schwedisch, einige Makler sprechen
Deutsch, viele aber Englisch. Die Preise sind sehr gestiegen, aber manchmal
findet man noch sein „Schmuckstück“. Beachtet aber, es gibt keinen deutschen
Makler, der hier Häuser verkaufen kann. Die Makler werden hier vom Käufer, nicht
vom Verkäufer gezahlt.