Top-Menue

Ferienhaus Schweden

Unter fast 5000 Häusern in allen schwedischen Regionen kannst Du hier wählen:

Fähre Schweden

Plane Deine schnelle Anreise nach Schweden:

Schweden Kalender 2018

Unser beliebter Schweden-Kalender 2018 ist da:

Bräuche und Feiertage in Schweden

Typisch schwedische Feiertage, Feste und Bräuche

Das Jahr in Schweden beginnt wie in Deutschland mit dem Neujahrstag. Aber anstatt sich danach gleich wieder ins Getümmel zu stürzen, haben viele Schweden noch weiterhin Ferien, bzw. “Weihnachtsurlaub”. Denn am 6. Januar ist mit dem “Trettondedag jul” (dreizehnter Weihnachtstag) wieder ein arbeitsfreier Tag im Kalender. Der 6. Januar ist gleichzusetzen mit dem deutschen Dreikönigstag, allerdings fehlen in Schweden Bräuche wie Sternensinger oder Umzüge. Immerhin haben die “Könige” – Melchior, Kaspar und Balthazar – am 6. Januar Namenstag in Schweden.

Am zwanzigsten Weihnachtstag, “Tjugonedag jul” oder “Tjugondedag Knut” (13. Januar), wird offiziell die Weihnachtszeit beendet. Manchmal finden innerhalb der Familie kleine Feierlichkeiten statt, währenddessen der Weihnachtsbaum “geplündert” wird. Die Kerzen und der Schmuck werden entfernt, und der Baum entsorgt: manchmal einfach durch’s Fenster wie in der IKEA-Werbung…

Start in den Frühling

Kleine Osterhexen schmücken Zweige. Foto: Foto: Lena Granefelt/ imagebank.sweden.se

“Påsk” (Ostern) wird im ganzen Land gefeiert. Bis in die 70er Jahre hinein war der Karfreitag ein so genannter stiller Tag, an dem alle Geschäfte geschlossen waren und Trauermusik im Radio gespielt wurde. Außer in sehr religiösen Kreisen wird dies nicht mehr so gehalten, – allerdings sind am Karfreitag weiterhin viele Geschäfte geschlossen. Das lange Osterwochenende beginnt meist schon am “skärtorsdag” (Gründonnerstag), an dem viele Angestellte früher Feierabend machen. Am Ostersonnabend (“påskafton”) ziehen die Kinder oft als Osterhexen verkleidet herum, um Süßigkeiten oder Geld einzusammeln. Karfreitag und Ostermontag sind gesetzliche Feiertage.

Am 30. April ist “Valborgsmässoafton”, dies entspricht der deutschen Walpurgisnacht. Die Menschen versammeln sich dabei um große Lagerfeuer. Es werden Frühlingsreden gehalten und Lieder gesungen. Sehr ausgiebig wird in den alten Universitätsstädten Lund und Uppsala Valborg gefeiert. In Göteborg gibt es einen traditionellen Umzug der Technik-Studenten. Ohnehin ist der Abend vor dem 1. Mai ein wichtiges Studentenfest: In der Zeit, als Studenten noch Mützen trugen, wechselten sie am 1. Mai von der Winter- auf die Sommermütze. Ein klares Zeichen für den Frühling – noch heute nachgestellt in Uppsala, wo das “feierliche Mützenaufsetzen” fest im Valborgs-Porgramm verankert ist.

Jetzt zieht es die Menschen nach draußen. Foto: Carolina Romare / Imagebank.sweden.se

Der Sommer wird zelebriert

Der 6. Juni, “Svenska flaggans dag” ( „Flaggentag“), ist der offizielle Nationalfeiertag Schwedens. Dieser Tag wurde 1916 ins Leben gerufen und ist seit 1983 „Nationaltag“, wobei er erst seit 2005 ein gesetzlicher Feiertag ist. Entsprechend erlangte dieser Tag erst in den vergangenen Jahren an Bedeutung. Die Bevölkerung nutzt ihn, um in Parks oder zum Picknick zusammenzukommen. In vielen Gemeinden wird zum Nationalfeiertag ein musikalisches Rahmenprogramm geboten. Neu-Eingebürgerte werden am Nationalfeiertag öffentlich begrüßt und erhalten eine Urkunde.

Kräftskiva – das Krebsfest Ende August. Foto: Björn Tesch / Imagebank.Sweden.se

Das Mittsommerfest wird am Wochenende gefeiert, das dem 21. Juni am nächsten ist. Der eigentliche “Feiertag” ist der Freitag, “midsommarafton”, der Vorabend von Mittsommer. In ganz Schweden schließen die Geschäfte an diesem Freitag schon früh, die Menschen ziehen raus aufs Land, treffen Familie oder Freunde und feiern ausgelassen im privaten Kreis. Am “midsommardagen”, dem Samstag danach, findet das Fest eher öffentlich statt: In Städten und Gemeinden wird um den mit Birkenreisig und Blumen geschmückten Maibaum getanzt. Das Fest ist für manche Schweden wichtiger als Weihnachten, und wie bekannt wird Mittsommer auch sehr ausschweifend gefeiert. Dies beruht auf einer uralten Tradition der Sommersonnenwendefeier, die den längsten Tag des Jahres zelebriert. In den meisten Gebieten Schwedens geht die Sonne in dieser Nacht nicht richtig unter.

Kein eigentlicher Feiertag, vielmehr eine jahreszeitliche Tradition ist das Krebsessen Ende August. Das Fest “Kräftskiva” findet dann statt, wenn es frische Krebse zu kaufen gibt. Das Fest beruht auf dem Umstand, das die Bauern früher stets im August fette Krebse aus ihren Gewässern angeln konnten und damit den Speiseplan bereicherten. Noch heute isst man gern gekochte Krebse im kräftigen Dillsud, wobei die meisten Tiere inzwischen importiert werden. Kulinarisch ist die “kräftskiva” ein einfaches Vergnügen, denn zum Krebsfleisch wird meist nur Brot, Käse und reichlich Schnaps verzehrt.

Dasselbe gilt in Nordschweden, wo am Ende des Sommers die “Surströmmingsskiva” gefeiert wird. Der berüchtige “surströmming” ist vorgegorener Hering, der mit Kartoffeln oder tunnbröd gegessen wird. Dies erfordert stark unempfindliche Geruchsnerven (!) – und ebenfalls sehr viel Schnaps… Das Surströmmingfest gilt inzwischen selbst in Schweden als exotischer Brauch. Wie sich in den letzten Jahren zeigt, ist die jüngere Generation nicht mehr besonders an dem sauren Fisch interessiert…

An Allerheiligen leuchten die Gräber

Schweden ist überwiegend protestantisch, doch im Herbst wird der Allerheiligen in einer speziell schwedischen Form zelebriert. Am 1. November ist “allhelgondag” – ursprünglich der Tag für alle Heiligen, die keinen eigenen Tag im Kalender hatten. Im 20. Jahrhundert setzte sich die Sitte durch, an diesem Tag die Verstorbenen zu ehren und Lichter auf ihren Gräbern zu entzünden. Somit kann man auf schwedischen Friedhöfen in dieser Zeit viele flackernde Lichter und winterlichen Grabschmuck sehen. Der 1. November markiert in Schweden auch den Winterbeginn: Jetzt sollten alle Arbeiten außer Haus abgeschlossen und Vorräte angelegt sein.

Übrigens: Das Halloween-Fest am 31. Oktober ist auch in Schweden eine Erscheinung neuerer Zeit. Allerdings hängt Halloween als “Vorabend von Allerheiligen” (= “all hallow’s eve”) enger mit den traditionellen Feiertagen zusammen als wir denken. Im Volksglauben wurde diese Nacht zudem als “Unruhenacht” gesehen, in dem die Toten spuken. Entsprechend veranstalten einige schwedische Gemeinden zu Halloween Nachtwanderungen (“spökvandring”) mit Laternen und Verkleidungen, die vor allem bei Kindern wohligen Grusel auslösen.

Lichtgestalt Lucia. Foto wikimedia.commons, Claudia Gründer, CC-BY-SA 3.0

Lucia ist die wichtigste Person im Advent

In der Weihnachtszeit ist das Luciafest für viele Schweden wichtiger als die Adventssonntage. Der 13. Dezember ist der Tag der Lichterkönigin, und der beginnt in aller Frühe. In den Familien, in Schulen und Betrieben, wird eine “Lucia” auserwählt, die mit einem fußlangen weißen Kleid an und einem Kranz mit brennenden Kerzen den Tag “erleuchtet” und symbolisch das winterliche Dunkel vertreibt. Begleitet wird Lucia dabei oft von ihren Zofen, Sternjungen und Pfefferkuchen-Männchen. Zusammen singen sie die traditionellen Lieder der Weihnachtszeit. Von Lucia inspiriert ist das spezielle Safran-gewürzte Hefegebäck aus Schweden, die beliebten “Lussekatter”.

Es liegen bisher noch keine Kommentare vor.

Leave a Reply

Mit Stena Line nach Schweden: Kiel-Göteborg