Maria Larssons ewiger Augenblick: Maria gewinnt in einer
Lotterie einen Fotoapparat. Doch Sigfrid, der das Los bezahlt hat, ist der
Meinung, dass ihm der Gewinn zusteht. Also sieht Maria nur eine Möglichkeit, an
den Apparat zu kommen: Sie heiratet Sigfrid. Doch das Leben einer
Arbeiterfamilie zu Zeiten des Ersten Weltkriegs ist mehr als beschwerlich. Die
Kinderschar wird immer größer, das Geld ist ständig knapp. Sigfrid trinkt, er
betrügt und schlägt Maria. Die erinnert sich schließlich an den Fotoapparat und
will ihn zu Geld machen. Doch der schüchterne Fotograf Petersson, dem sie ihn
anbietet, verliebt sich sofort in Maria. Er hilft ihr, ohne dass sie auf den
Apparat verzichten muss. Schnell erkennt er, welches Talent in Maria steckt und
unterstützt sie nach Kräften. Bald spricht sich Marias Talent herum und sie
beginnt, sich mit ihrem Fotoapparat ein zweites Leben, parallel zur Tristesse
und Brutalität ihres Alltags aufzubauen. Trotz der unerträglichen Umstände fügt
Maria sich stoisch in ihr Schicksal und bleibt ihrem Mann und ihrem Milieu
treu.
Maria Larssons eviga ögonblick ist ein zum Heulen schöner Film, der
durch die wunderbare Maria Heiskanen als Maria getragen wird. Rührend ist auch
Jesper Christensen als Fotograf „Piff Paff Puff“ Petersson. Sein Gegenstück, der
cholerische Sigfrid, wird von Mikael Persbrandt dargestellt. Auch wenn man für
gewöhnlich keine historischen Filme mag, kann man sich dieser ergreifenden
Geschichte und ihrer starken Charaktere einfach nicht entziehen.
Maria
Larssons eviga ögonblick beruht auf einer wahren Geschichte, erzählt aus der
Erinnerung von Marias ältester Tochter Maja, die nach dem Tod der Mutter auf ein
umfangreiches Fotoarchiv zurückgreifen konnte. Regisseur Jan Toells Frau, Agneta
Ulfsäter-Troell, eine Verwandte von Maja, war davon so begeistert, dass sie aus
den Erzählungen ein Buch machte. Der Film war 2009 Schwedens Oscarbeitrag und
wurde zu Recht mit Lob überhäuft.
2008, Regie: Jan
Troell