In Småland, im schönen hügeligen Jönköpings Län liegt die gut erhaltene
Holzstadt Eksjö, die am Fluss „Eksjöån“ liegt. Wenn man über die Hauptstraße/33
in die Ortschaft hineinfährt, wird man durch ein großes Schild begrüßt, auf dem
steht:“ Eksjö den unika trästaden.“
Eksjö besitzt seit 1403 Stadtrechte
und ist seit Ende des 15. Jahrhunderts eine Garnisonsstadt. Die Stadt ist
bekannt durch Ihre einzigartige Holzhausarchitektur und steht mit über 50
erhaltenen Häusern komplett unter Denkmalschutz. 1997 erhielt Eksjö wegen dieser
gut erhaltenen Altstadt das „Europa Nostra Diplom für gute Gebäude- und
Millieupflege“. Während des Feldzuges des dänischen Feldherrn Daniel Pantzaus
wurde die Stadt im Jahr 1568 niedergebrannt. 1569 wurde die Stadt dann auf den
Bergrücken verlegt, auf dem die Stadt- und Gemeindekirche seit dem Mittelalter
gelegen hatte. Es dauerte 20 Jahre, bis die Stadt wieder komplett aufgebaut
wurde.
Der Stadtteil nördlich der Kirche am Stora Torget hat danach ohne
Brände und Katastrophen weiter existiert. 1856 brannte dann aufgrund der
Unachtsamkeit eines Gesellen, der südlich von der Kirche gelegene Stadtteil
nieder. Der Geselle hatte seine Kleidung vor einem offenen Kamin zum Trocknen
aufgehängt. 1857 wurde auch dieser Bereich der Stadt wieder
aufgebaut.
Die Altstadt erblüht im Sommer in vielen Farben. In den
Fußgänger Straßen läuft man über traditionelles Kopfsteinpflaster und an vielen
Ecken kann man Kaffee trinken oder auch etwas Essen. Das typisch schwedische
„Dagens“ gibt es natürlich auch. Mitten in der Altstadt findet man das Museum
mit der stadthistorischen Ausstellung „Eksjö im Wandel der Jahrhunderte“ und
einer Sammlung von Albert Engströms (schwed. Karrikaturist aus der Gegend)
Werken. Das Museum ist wirklich einen Besuch wert.
Stadtführungen finden
in der Zeit zwischen dem 28.06. und dem 14.08. immer Dienstag und Donnerstag ab
15.00 Uhr statt. Treffen ist vor der Tourist Info. Der Preis für die Führung
liegt bei 50:sek pro Person. Bei der Tourist Info kann man sich allerdings auch
jederzeit einen Audio Guide ausleihen.
Fährt man auf der 33 stadtauswärts
in östlicher Richtung kommt man nach ca.10 km an eine Abzweigung.
Rechter Hand steht in einer Wiese ein riesiger „Ljusbogen“ und kurz danach
geht ein kleiner Weg rechts ab. Diesem Weg ca. 2km folgen und dann liegt
auf dem Hügel ein kleines Café mit einem Handwerksboden. Hier werden Kerzen von
Hand gezogen, es gibt selbst gefertigtes Kunsthandwerk und Skulpturen aus Holz,
die mit Hilfe einer Kettensäge hergestellt wurden. Der Abstecher lohnt sich!
Wenn man der Hauptstraße dann weiter folgt, kommt kurz danach eine größere
Kreuzung.
Auf dem Hinweisschild steht Skurugata/ Skuruhatt. Dort dann
links abbiegen und der Ausschilderung folgen. Dieses Erlebnis sollte man sich
nicht entgehen lassen. Skuruhatt ist ein wunderschöner Aussichtspunkt in 337 m
Höhe, von dem aus man bei gutem Wetter ins Tal hinab sehen und einen weiten
Ausblick genießen kann. Vom Aussichtspunkt führt eine Wanderung durch die 800m
lange Schlucht „ Skurugata“ bei der die Felswände 35m in die Höhe ragen. Die
Wanderung durch die Schlucht dauert ca. 1 Stunde, aber erfahrungsgemäß braucht
man mehr Zeit dafür. Es wird empfohlen diese Wanderung mit festem Schuhwerk zu
machen, da es dort keine festen Wege gibt.
Wenn man zurück zur
Hauptstraße fährt und dieser weiter in östlicher Richtung folgt, kommt man nach
Bruzaholm. Leider ist die Durchfahrt durch den Ort keine Augenweide, da man
denkt, dass diese Ortschaft nicht richtig lebt. Allerdings gibt es in Bruzaholm
ein Werksmuseum, ein altes Eisenwerk, mit einer bis ins 17. Jahrhundert
zurückreichenden Geschichte. Weiter in östlicher Richtung geht es dann nach
Ingatorp. Idyllisch am See gelegen sieht man eine Kirche, die 1755 im Jugendstil
erbaut wurde. 1911 ist diese Kirche abgebrannt und wurde 1914 wieder aufgebaut.
1997 wurde die Kirche von den Lesern der Wochenzeitschrift „Året Runt“ zur
schönsten Kirche gewählt.
Auf dem weiteren Weg Richtung Vimmerby kommt
man dann nach Mariannelund. Das kleine Städtchen, bekannt aus den Büchern und
Filmen von Astrid Lindgren, liegt an der Grenze zum „Kalmar Län“. In
Mariannelund gibt es als kleine Attraktion eine Karamell Fabrik (Karamelkokeri).
Dort kann man den Handwerkern bei der Herstellung der traditionellen
schwedischen Bonbons zuschauen und auch probieren und kaufen. Die „Mariannelund
karamellkokeri“ ist auch auf den regelmäßig stattfindenden Märkten in der
Umgebung zu finden. Dort wird das komplette Angebot dann verkauft.
Am See
in Mariannelund liegt der Campingplatz „Spillhammer“. Hier gibt es verschiedene
Stellplätze und Campinghütten. Der Campingplatz ist ordentlich geführt. Am See
gibt es ein kleines Restaurant mit Café. Dort werden traditionelle Vafflor
(Waffeln) mit Sahne und Sylt angeboten. Der See hat einen offiziellen Badeplatz
mit Sprungturm. Zum Zeitvertreib bietet die Anlage noch eine Minigolfbahn
an.