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Einkommen in Schweden: schwankend und transparent

Austausch am Arbeitsplatz

Schweden hat kein Steuergeheimnis. Dadurch kann jeder erfahren, was der andere verdient (Foto: Sofia Sabel / imagebank.sweden.se).

Schweden eilen zwei Vorurteile voraus: gut zu verdienen und immens viel Steuern zu zahlen. Beide sind wahr. Trotzdem hilft alles nichts: Wer wissen möchte, ob der schwedische Job finanziell mit dem in Deutschland konkurrieren kann, muss genauer hinschauen.

Im Grunde ähnelt die schwedische Gehaltsstruktur der deutschen: Man verdient in der Stadt deutlich mehr als auf dem Land, gleichzeitig schlagen dafür die Lebenshaltungskosten insbesondere durch höhere Mieten stärker zu Buche. Sonderzahlungen oder ein 13. Monatsgehalt sind bestimmten Branchen und Führungspositionen vorbehalten. Außerdem verzichtet Schweden wie auch Deutschland auf einen gesetzlichen Mindestlohn, wovon die einen profitieren, die anderen nicht. Und natürlich spielen viele andere Faktoren eine Rolle, wie viel Geld am Ende des Monats noch übrig ist. Einer davon sind die Steuern. Ein anderer ist das persönliche Konsumverhalten.

Schwankende Gehälter
Die Schweizer UBS AG und die CIO WM Research haben die Löhne von jeweils 15 Berufen unter die Lupe genommen und dabei auch Arbeitszeiten, Feiertage und Ferien berücksichtigt. Demnach verdient man in Stockholm durchschnittlich 20,90 Euro (brutto) pro Stunde, in Frankfurt 22,20 Euro und in Berlin 19,90 Euro. Erwartungsgemäß schwanken die Löhne zwischen den einzelnen Berufsgruppen stark. So gehören der Produktmanager (Stockholm: 63.200 Euro brutto, Berlin: 57.500 Euro brutto), der Finanzanalyst (64.4000 Euro / 63.100 Euro) und der Abteilungsleiter in der Industrie (68.600 Euro / 65.500 Euro) regelmäßig den Besserverdienenden an, während die Industriearbeiterin (29.300 Euro / 24.700 Euro), die Verkäuferin (28.900 Euro / 21.800 Euro) und der Bauhandlanger (33.400 Euro / 22.000) am unteren Ende der Lohnskala agieren.

Die komplette Studie mit einer detaillierten Aufgliederung von Einkommen und Arbeitszeiten der jeweiligen Berufsgruppen gibt es hier.

Höhere Steuern
Die von den schwedischen Arbeitnehmern zu tragende Einkommensteuer ist vergleichsweise hoch. Sie setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Die einkommensunabhängige Kommunalsteuer wird von jeder Gemeinde festgelegt und liegt zwischen 29 und 35 Prozent. Die staatliche Einkommenssteuer ist nach dem Einkommen des Arbeitnehmers gestaffelt. Wer umgerechnet unter 34.120 Euro im Jahr verdient, ist davon befreit. Von einem Einkommen bis zu 50.749 Euro gehen 20 Prozent an den Staat; darüber werden 25 Prozent fällig. Im Höchstfall gehen also 57 Prozent des Einkommens an Steuern ab. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Spitzensteuersatz bei derzeit 47,5 Prozent.

Wer sein schwedisches Nettogehalt wissen möchte, kannst sich dies unter www.ekonomifakta.se berechnen lassen. Einfach unter Räkna ut din skatt die jeweilige Region auswählen, den Bruttoverdienst in SEK eingeben und auf Beräkna klicken.

Berufstätige Frauen
Vor diesem Hintergrund interpretieren kritische Stimmen den hohen Anteil an berufstätigen Frauen in Schweden nicht ausschließlich als Zeichen der Gleichberechtigung, sondern als logische Konsequenz der wirtschaftlichen Gesamtsituation. Das Lohnniveau in Verbindung mit den hohen Steuern und Lebenshaltungskosten (unter anderem Mehrwertsteuer von 25 Prozent) lässt den meisten Familien keine andere Wahl, als zusammen arbeiten zu gehen.

Gläserne Gehälter
In einem aber unterscheiden sich die schwedischen Löhne völlig von den deutschen: In ihrer Transparenz. Während hierzulande Fragen nach dem Einkommen selbst unter Freunden oft tabu sind und der Austausch darüber in so manchem Arbeitsvertrag gemaßregelt wird, wissen die Schweden bestens übereinander Bescheid. Schweden hat nämlich kein Steuergeheimnis. Wer wissen möchte, welche Summe der Nachbar gegenüber versteuert, ruft einfach beim Skatteverket an, dem schwedischen Finanzamt. Oder wartet den jährlich erscheinenden Taxeringskalender ab, in dem alle Zahlen schriftlich erfasst sind. Einzig der König und die Königin genießen Immunität.

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