Den man liebt: Nachdem Lena bei ihrem brutalen Ex-Mann
Hannes, der sie immer wieder schwer misshandelt hat, durch die Hölle gegangen
ist, findet sie ein neues Glück: Der verständnisvolle Fischhändler Alf liebt sie
über alles und gibt ihr Geborgenheit. Doch dann sieht Lena Hannes wieder und
geht ihm nach. Der hat mittlerweile eine Therapie gemacht und beide wissen, dass
für sie jeglicher Kontakt tabu ist. Doch trotz aller Warnungen schafft es Lena
nicht, sich von Hannes fern zu halten. Sie will wissen, ob er ein neuer Mensch
geworden ist. Aus dem ersten verbotenen Kontakt entwickelt sich eine
verhängnisvolle Beziehung, mit der Lena nicht nur sich, sondern auch Alf in
einen tiefen Abgrund zieht.
Den man älskar ist eine tragische, fesselnde
Geschichte über drei Menschen, die sich auf unterschiedliche,
selbstzerstörerische Weise zueinander hingezogen fühlen. Sie walzt keine
Klischees aus, beschönigt aber auch nichts, ist weder schuldzuweisend noch naiv.
Gerade damit packt sie den Zuschauer und hält ihn fest in ihrem Bann, ist
wesentlich tiefgreifender und komplexer als der Titel vermuten lässt. Sofie
Ledarp gewann für ihre schauspielerische Leistung in der Rolle der Lena den
Guldbagge für die beste weibliche Hauptrolle. Aber auch Jonas Karlsson als
Hannes und Rolf Lassgård als Alf stehen ihr in nichts nach.
Prädikat:
Film mit Tiefgang und absolut sehenswert.
2008, Regie: Åke
Sandgren