Das Dalapferd hat sich im Laufe der Jahre zu einem
Nationalsymbol Schwedens entwickelt und ist mit Form und Farbe weltweit auch als
solches bekannt. Das orange Schwedenpferd gehört regelrecht zu einem Muss im
Souvenirgeschäft. Viel mehr Menschen verbinden das in leuchtenden Farben bemalte
Holzpferd mit dem nordischen Land als wie die Nationalflagge.
Einst
entstand das Dalapferd in den Tiefen des schwedischen Waldes. Zu der damaligen
Zeit stellte das Pferd einen Freund der Menschen dar. Im Schein des Lagerfeuers
wurde es aus einem einzigen Holzstück geschnitzt und galt als Symbol der Stärke.
Zu Beginn war es nur ein Spielzeug und diente eigentlich dazu die Haushaltskasse
ein wenig aufzubessern. Mit den Jahren hat es sich aber eher zu einem Souvenir
entwickelt und ist das Produkt eines genuinen Handwerks. Heute werden weit mehr
als tausend Exemplare jährlich produziert.
Das Hauptaugenmerk der
Produktion liegt dabei auf dem Dorf Nusnäs, südlich von Mora. Besucher aus der
ganzen Welt strömen jährlich in das Dorf um zu sehen wie das Pferdchen
geschnitzt und bemalt wird. An der Abfahrt nach Avesta steht heute das größte
Dalapferd der Welt. 1989 wurde das 13 Meter hohe Pferd eingeweiht. Es wiegt 66,7
Tonnen. Hingegen ist das allerkleinste gerade mal 3 Millimeter lang und 7
Millimeter hoch. In Dala Järna befindet sich der Hof der Kunst. Auf diesem
befindet sich eine einzigartige Ausstellung aus dem 19. Jahrhundert. Bis heute
wird das Pferd überwiegend im schwedischen Dalarna gefertigt. Bis ins 17.
Jahrhundert lässt sich die Tradition des Dalapferdes zurückverfolgen. Die lange
Dunkelheit und die kalte Witterungen ließen fast nicht anderes zu, als wie die
Zeit mit Schnitzerei zu verbringen. In langen Nächten wurden sie so in
mühseliger Handarbeit gefertigt und mit viel Liebe zum Detail
bemalt.
Typisch ist das blau-weiße Zaumzeug auf rotem Grund. Mittlerweile
gibt es die Holzfigur aber auch in anderen Farben. Jährlich werden in Nusnäs,
der bedeutendsten Werkstätte, etwa 2,6 Millionen produziert. Das Muster der
Pferde hat sich bis heute nicht verändert und auch für die Zukunft kann man wohl
kaum damit rechnen. Doch letztendlich ist es immerhin das, was das Dalapferd zu
einem Kult macht und seinen Bekanntheitsgrad in aller Welt erhöht. Auch wenn es
nun mit Hilfe von Maschinen in Massenproduktion hergestellt wird, hat sich an
den detailreichen Verzierungen nichts verändert.
Früher galt das
Schnitzen des Dalapferdes als ein Werk von vielen Stunden, heute gerade mal von
wenigen Minuten. Aber auch heute sind es meist älteres Männer, die die Arbeit
nutzen um ihre oftmals kleine Pension ein wenig aufzubessern. In den
traditionellen Werkstätten des Landes sind es so meist gerade mal an die 100.000
Stück die die Werkstatt im Jahr verlassen. Aber an Beliebtheit verlieren sie
deswegen kaum, ganz im Gegenteil. Mit dem Tourismus steigen auch die
Absatzzahlen der Dalapferde und die Werkstätten freuen sich über den Erfolg. Es
gibt wohl weltweit kaum ein Wort das in Kombination mit Schweden so oft fällt
wie das Dalapferd und für das kleine Holzwerk kann man nur hoffen, dass das auch
in Zukunft so bleibt und es seine Reise über den Globus fortsetzen
kann.