Du möchtest nach Schweden auswandern und suchst noch Arbeit? Falls Du zu
einer der folgenden Berufsgruppen gehörst, ist es leicht für dich, in Schweden
einen Job zu finden: Gesucht werden zurzeit Zahnärzte, Fachärzte,
Krankenschwestern und Krankenpfleger, Hebammen, Klemptner, Maurer,
Betonarbeiter, Dachdecker, Fliesen-, Laminat- und Parkettleger,
Installationselektriker, Maler und Lackierer, Schweißer, Feinblech- und
Kfz-Mechaniker, Lehrer, Wachpersonal, Köche, Bäcker und Konditoren.
Aber auch sonst stehen die Chancen nicht allzu schlecht, denn die Prognosen für Schwedens wirtschaftliche Entwicklung sind gut. Dazu trägt nicht zuletzt das private Konsumverhalten der Schweden bei. Die schwedische Regierung hat 2006 außerdem einen Zwei-Jahres-Plan zur Belebung des Arbeitsmarktes auf den Weg gebracht. Durch diesen Plan sollen 55.000 neue Jobs entstehen. Auch die Arbeitslosenquote kann sich sehen lassen: Sie sank im April 2006 auf 4,6 % und lag im Jahr 2005 noch bei 5,6 %. Die erhöhten Investitionen in arbeitsmarktpolitische Programme haben sich für Schweden also gelohnt.
Die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Migrationshintergrund ist trotzdem ein Problem in Schweden. Zuwanderer aus nichteuropäischen Ländern sind länger arbeitslos und finden nicht so schnell einen Job wie die Schweden. Im April 2006 haben 5 % der Zuwanderer aus nichteuropäischen Ländern eine Arbeit bekommen. Im Gegensatz dazu fanden 8 % der schwedischen Arbeitslosen eine neue Stelle. Es ist auch als Europäer ratsam, sich eventuell vor dem Auswandern schon eine Arbeit zu suchen. Zudem solltest du als Ausländer, der in Schweden arbeiten möchte, die Landessprache beherrschen. In den meisten Berufen werden nämlich gute Schwedischkenntnisse vorausgesetzt. Es sei denn, du möchtest als Saisonarbeiter in die Obsternte gehen. Eine anerkannte Referenz für die schwedische Sprachkompetenz ist TISUS, der „Test i svenska för universitets- och högskolestudier“.