Alice Babs (geb.1924), eigentlich auf den Namen Hildur
Alice Nilsson getauft, fing schon früh an zu singen. Ihr Vater war
Stummfilmpianist und ihre Mutter Sängerin. Um die Gesangskarriere ihrer Tochter
zu fördern, zog die Familie nach Stockholm. Dort nahm sie Gesangsunterricht und
hatte verschiedene Auftritte, unter anderem im Nachtclub Berns. Ihre Singstimme
wurde schon bald von allen bewundert und Alice Babs wurde Schwedens beliebteste
Jazz- und Schlagersängerin.
Landesweit wurde Alice Babs 1940 mit dem Film
„Swing it, magistern!“ bekannt, mit dem sie zum Symbol für den Jazz wurde und
die ältere Generation schockierte. Sie setzte ihre Karriere fort. Es folgten
mehrere Filme, unter anderem „En trallande jänta“ (1942; Eine singende Göre) und
„Sången om Stockholm“ (1947; Das Lied von Stockholm).
Im Jahre 1958
repräsentierte Alice Babs Schweden bei der erster Teilnahme am Eurovision Song
Contest (sie erreichte Platz 4 mit „Lilla stjärna“). Im gleichen Jahr gründete
sie auch die Jazzband Swe-Danes mit Svend Asmussen und Ulrik Neumann. Später
ging sie mit Duke Ellington in Europa und in den USA auf Tournee. Ellington soll
so bezaubert von ihrer Stimme gewesen sein, dass er sein zweites und drittes
Sacred Concert ausschließlich für ihre Stimme schrieb. 1972 wurde Alice Babs zur
Hofsängerin ernannt. 1974 wurde sie Mitglied der Königlichen Musikakademie
(Kungliga Musikaliska Akademien).
Alice Babs ist seit 1944 mit Nils Ivar
Sjöblom verheiratet und hat drei Kinder: Lilleba Lagerbäck, Lars-Ivar (Lasse)
Sjöblom und Titti Sjöblom-Eliasson. Sie soll heute in Marbella, Spanien, leben.
Alice Babs entschloss sich 1980, ihre Karriere zu beenden, gab aber 18 Jahre
später noch ein neues Album heraus.